News/Presse

 
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23.09.2020
Einsatzmöglichkeiten des Restrukturierungsplans ab 01.01.2021

Unser Partner Dr. Matthias Hofmann befasst sich in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift “Der SanierungsBerater” mit Grundlagen und Einsatzbereichen des Restrukturierungsplans im künftigen deutschen Restrukturierungsrecht. Wenngleich der Beitrag noch vor Veröffentlichung des Referentenentwurfs des Gesetzes zur Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts erstellt wurde, ist er hoch aktuell. Der Gesetzgeber plant insoweit mit dem Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG) in Umsetzung der EU-Restrukturierungsrichtlinie die Schaffung eines präventiven Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmens ab dem 01.01.2021. Unternehmen in der Krise können künftig neben den Sanierungsinstrumenten des Insolvenzrechts – insbesondere in Gestalt von Eigenverwaltung, Schutzschirmverfahren und Insolvenzplan – bereits im Vorfeld Sanierungsinstrumente zur Vermeidung einer Insolvenz nutzen. Voraussetzung sind frühzeitige Vorbereitung durch das Unternehmen und professionelle Begleitung durch restrukturierungs- und insolvenzerfahrene Spezialisten.

Die Ausgabe des SanierungsBerater wird am 30.09.2020 erscheinen. Der vollständige Aufsatz steht vorab hier zum Download zur Verfügung. Für Fragen zu den Themen Restrukturierung, Eigenverwaltung und Schutzschirmverfahren stehen Dr. Matthias Hofmann und unser Team gerne zur Verfügung. Einzelheiten zu unserem Beratungsangebot finden Sie hier.

 
 
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22.09.2020
Referentenentwurf des SanInsFoG (Gesetz zur Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts) liegt vor

Seit 18.09.2020 liegt nunmehr der Referentenentwurf des SanInsFoG, des Gesetzes zur Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts, vor. Der mit Spannung erwartete 250-seitige Entwurf sieht nicht nur die Umsetzung der EU-Restrukturierungsrichtlinie vor, sondern auch eine Vielzahl von Änderungen der InsO und anderer Gesetze. Unser Partner Dr. Matthias Hofmann, der sich bereits in mehreren Veröffentlichungen mit dem künftigen präventiven Restrukturierungsrahmen befasst hat, hat die wesentlichen Regelungen des RefE-SanInsFoG hier zusammengefasst:

Umsetzung der EU-Restrukturierungsrichtlinie durch das Unternehmensstabilisierungs- und –restrukturierungsgesetz (StaRUG):

  • Umsetzung der Richtlinie durch Gesetz mit 101 Paragraphen
  • Zuständigkeit des Amtsgerichts am Standort eines OLG für Restrukturierungsverfahren (soweit gerichtliche Einbindung vorgesehen ist)
  • Krisenfrüherkennung und Krisenmanagement bei juristischen Personen und Pflicht zur Wahrung der Gläubigerinteressen bei drohender Zahlungsunfähigkeit (§§ 1-3 StaRUG-E)
  • Schaffung eines Restrukturierungsplans als Instrument zur finanzwirtschaftlichen Restrukturierung (§§ 4 ff. StaRUG-E) unter Einbeziehung sämtlicher Gläubigerforderungen außer Arbeitnehmerforderungen (einschließlich Altersversorgung), von Absonderungsrechten, von Anteils- und Mitgliedschaftsrechten der Gesellschafter und unter Einbeziehung von Drittsicherheiten innerhalb einer Unternehmensgruppe; Abstimmung in Gruppen mit Dreiviertelmehrheit der Stimmrechte (nach Forderungen) mit Möglichkeit schriftlicher Planannahme und virtueller oder auch gerichtlicher Versammlungen der Planbetroffenen;
  • gerichtliche Stabilisierungsmaßnahmen, insbesondere gerichtliche Planabstimmung und gerichtliche Planbestätigung sowie Beendigung von nicht erfüllten Verträgen (i.S.v. § 103 InsO) durch Gerichtsbeschluss sowie gerichtliche Stabilisierungsanordnung für bis zu drei Monate (Einstellung von Vollstreckungsmaßnahmen und Verbot, Aus- und Absonderungsrechte durchzusetzen);
  • Regelungen zum Restrukturierungsbeauftragten, insbesondere notwendige Bestellung bei Stabilisierungsanordnung, beantragter Vertragsbeendigung oder absehbarem Cross-Class-Cram-Down, fakultative Bestellung auf Antrag des Schuldners oder von 25 % der Restrukturierungsgläubiger einer Gläubigergruppe (bei Kostenübernahme);
  • Regelungen zu Anfechtung und Haftung für Rechtshandlungen während der Rechtshängigkeit einer Restrukturierungssache sowie für den Restrukturierungsplan selbst;
  • Schaffung einer Sanierungsmoderation als Vorstufe eines Restrukturierungsverfahrens.

Etliche teils relevante Änderungen des Insolvenzrechts, unter anderem:

  • Streichung der Ermächtigung der Landesjustizverwaltung zur abweichenden Regelung der Zuständigkeit für Unternehmensinsolvenzen (Ziel: Konzentration der kleineren Insolvenzgerichte mindestens für einen Landgerichtsbezirk)
  • Regelung der virtuellen Gläubigerversammlung durch klarstellenden Verweis auf § 128a ZPO in § 4 InsO
  • Verpflichtung des Insolvenzverwalters zu elektronischem Gläubigerinformationssystem für mittelgroße und große Unternehmensinsolvenzen (§ 5 Abs. 5 InsO n.F.)
  • Verpflichtung der Insolvenzgerichte zur Führung eines Vorgesprächs (§ 10a InsO-E) im Fall mittlerer und größerer Unternehmen (Größenkriterien wie bei § 22a InsO)
  • Änderung des Maximal-Zeitraums für die Erfüllung der Insolvenzantragspflicht gemäß § 15a InsO (Entwurf: unverzüglich, bei Zahlungsunfähigkeit spätestens binnen drei Wochen, bei Überschuldung spätestens binnen sechs Wochen)
  • Regelungen zur Sorgfaltsmäßigkeit von Zahlungen bei eingetretener Überschuldung (§ 15b InsO-E)
  • Festlegung eines Prognosezeitraums für die drohende Zahlungsunfähigkeit gemäß § 18 InsO auf 24 Monate
  • Festlegung des Prognosezeitraums für die Überschuldung gemäß § 19 InsO auf 12 Monate
  • Erweiterung des § 55 Abs. 4 InsO auf die vorläufige Eigenverwaltung, zugleich Neufassung des § 55 Abs. 4 InsO, so dass künftig nur noch Umsatzsteuerverbindlichkeiten erfasst sind.
  • Verschiedene Änderungen im Bereich des Insolvenzplans (z.B. Möglichkeit in Sicherungsrechte gegen Tochterunternehmen einzugreifen und Möglichkeit, dass Planzahlungen durch den Insolvenzverwalter nach Verfahrensaufhebung erfolgen)
  • Tiefgreifende Neuregelungen im Bereich der Eigenverwaltung,
  • insbesondere erhöhte Anforderungen an Eigenverwaltungsanträge (Vorlage einer sog. Eigenverwaltungsplanung einschließlich Finanzplan für 6 Monate, Verfahrensstrategie und Kostenvergleich),
  • zwingende Einbindung des vorl. Gläubigerausschusses bereits vor Anordnung der vorl. Eigenverwaltung und Bindung des Gerichts an einstimmige Entscheidungen für oder gegen vorl. Eigenverwaltung,
  • Begründung von Masseverbindlichkeiten im Rahmen der vorläufigen Eigenverwaltung (letztlich nur Klarstellung),
  • Neuregelung der Aufhebung der vorläufigen und endgültigen Anordnung der Eigenverwaltung (insbesondere Aufhebung der Eigenverwaltung von Amts wegen auch im eröffneten Verfahren),
  • Einführung eines fakultativen Sondersachwalters zur Prüfung von Anfechtungs- und Haftungsansprüchen in Fällen, in denen der Sachwalter vom Schuldner oder Gläubigerausschuss vorgeschlagen wurde.

Anhebung der Insolvenzverwaltervergütung und Ergänzungen der InsVV:

  • insbesondere Anhebung der Regelsätze der Verwaltervergütung (Beispiel: Verwaltervergütung bei EUR 500.000 Masse – alt EUR 37.750 – neu EUR 47.650),
  • sowie (Neu-) Regelung der Vergütung des vorl. Sachwalters (Grundvergütung 25 % der Vergütung des Sachwalters, also 15 % der Regelvergütung des Insolvenzverwalter, jedoch – wie beim vorläufigen Insolvenzverwalter – ggf. Einbeziehung von Absonderungsrechten in die Berechnungsgrundlage).

Die fachliche Diskussion über die Änderungsvorschläge kann mit Spannung erwartet werden. Das BMJV plant – so der Referentenentwurf – ein Inkrafttreten bereits zum 01.01.2021.

Der vollständige Referentenentwurf ist unter folgendem Link abrufbar: https://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/Dokumente/RefE_SanInsFoG.pdf?__blob=publicationFile&v=5

 
 
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17.09.2020
Wieder reguläre Insolvenzantragspflicht ab 01.10.2020 bei Zahlungsunfähigkeit

Mit dem “Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht” hatte der Gesetzgeber im März 2020 darauf reagiert, dass viele Unternehmen infolge der “Corona-Krise” in wirtschaftliche Schieflage gerieten. Das Gesetz sah unter bestimmten Voraussetzungen eine Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis 30.09.2020 vor. Das bedeutete, dass juristische Personen (z.B. GmbH, AG) und Gesellschaften ohne Rechtspersönlichkeit, bei der kein persönlich haftender Gesellschafter eine natürliche Person ist (z.B. GmbH & Co. KG), zur Beantragung eines Insolvenzverfahrens trotz Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung nicht verpflichtet waren, wenn die Insolvenzreife auf die Corona-Krise zurückzuführen war und die Aussicht bestand, die Zahlungsunfähigkeit wieder zu beseitigen.

Diese Aussetzung der Antragspflicht endet nun zum 30.09.2020, soweit Zahlungsunfähigkeit vorliegt. Unternehmen bzw. deren Geschäftsführer oder sonst verantwortliche Personen sind somit nach Maßgabe von § 15a InsO wieder verpflichtet, bei Zahlungsunfähigkeit unverzüglich Insolvenzantrag zu stellen. Der Verstoß gegen die Insolvenzantragspflicht ist strafbewehrt (§ 15a Abs. 4 InsO) und begründet die persönliche Haftung des Geschäftsführers oder sonst Verantwortlichen. Mit dem Ende der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht soll wieder das Vertrauen der Wirtschaft in den Wirtschaftsverkehr gestärkt werden, weil derzeit für den Verkehr nicht verlässlich absehbar ist, ob ein Vertragspartner überhaupt noch zahlungsfähig ist. Unternehmen, die es trotz der umfangreichen staatlichen Hilfsprogramme nicht erreichen konnten, ihre Zahlungsfähigkeit wiederherzustellen, sollen sich nun wieder dem Insolvenzverfahren stellen müssen. Dabei bedeutet “Insolvenz” – weder heute noch vor der Corona-Krise – automatisch das “Aus” für das Unternehmen. Die Insolvenzordnung und das Insolvenzverfahren bieten zwischenzeitlich vielmehr umfangreiche und gute Instrumente zur Restrukturierung und Sanierung von Unternehmen. Das gilt ganz besonders für den Fall, dass die Corona-Krise einziger oder maßgeblicher Umstand für den Eintritt der Krise im Unternehmen war.

Die Insolvenzantragspflicht bei eingetretener Überschuldung bleibt hingegen weiter suspendiert (bis voraussichtlich 31.12.2020), solange nicht zusätzlich auch Zahlungsunfähigkeit vorliegt.

Hintergrund:

Was bedeutet Zahlungsunfähigkeit?
Was bedeutet Überschuldung?

 
 
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06.08.2020
Wintersport-Marke “INDIGO” gerettet

Internationaler Sportartikelhersteller übernimmt Geschäftsbetrieb – Verkauf zum 1. Juli 2020

München, 06.08.2020. Die Luxus-Wintersport-Marke “INDIGO”, die im April 2020 Insolvenz anmelden musste, ist gerettet. Die Schwabe & Baer Entwicklungs GmbH, die u.a. unter der Marke “INDIGO” hochwertige Ski und Ski-Ausrüstung produziert, ist an einen renommierten Sportartikel-Konzern verkauft worden. Der Sanierungsexperte Rolf G. Pohlmann von der Münchner Insolvenzverwaltungs-Kanzlei Pohlmann Hofmann konnte damit die Fortsetzung des Geschäftsbetriebs sichern.

Bestandteile der Transaktion sind die Marke “INDIGO” sowie der bisherige Warenbestand und die bestehenden Arbeitsverhältnisse. “Wir konnten in einem internationalen Investorenprozess einen Käufer finden, der sich für eine nachhaltige Fortführung der Marke INDIGO begeistert. Der gute Name der Marke unter Wintersportlern war für diesen erfreulichen Erfolg eine wichtige Basis”, erklärt Insolvenzverwalter Rolf G. Pohlmann. Mit dem Käufer – einem weltweit führenden Hersteller von technisch anspruchsvollen Sportartikeln – sei nun ein Nachfolger gefunden worden, der Produktion und Vertrieb weiterhin professionell betreiben wird. Der weltweite Footprint und die internationalen Vertriebsaktivitäten des Käufers bieten zudem weiteres Entwicklungspotenzial für INDIGO.

Vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie waren die Fortführungsaussichten für INDIGO bei Insolvenzantragstellung mehr als unsicher. “In der aktuellen Situation ist es für jeden Unternehmer schwierig, eine zuverlässige Prognose für die Geschäftsentwicklung zu stellen. Dies gilt insbesondere für die Skialpinbranche, denn es ist derzeit schlecht einzuschätzen, wie sich der Wintersport in den kommenden Saisons entwickeln wird”, so Pohlmann weiter. Er bedankte sich daher auch bei der auf Restrukturierungen spezialisierten Beratungsgesellschaft Falkensteg GmbH, die für die Durchführung des internationalen Investorenprozesses verantwortlich war.

Über Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte:
Pohlmann Hofmann gehören mit über 60 Mitarbeitern, hiervon 20 Berufsträgern, und Büros in München, Augsburg, Ulm und Miesbach zu den führenden Kanzleien für Insolvenzrecht und Restrukturierung im süddeutschen Raum. Schwerpunkte der Tätigkeit der Kanzlei bilden Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen in Insolvenzverfahren, die Begleitung von Eigenverwaltungs- und Schutzschirmverfahren und die Abwicklung und Begleitung von Insolvenzverfahren mit komplexen Rechtsproblemen.

www.pohlmannhofmann.de

Über Schwabe & Baer Entwicklungs GmbH (INDIGO)
Seit nunmehr über 20 Jahren steht die Technologieschmiede Schwabe & Baer für außergewöhnliche Produkte im Bereich Sport und Lifestyle. Ingenieurwissen trifft auf die Leidenschaft für Sport. Hochwertige Materialien werden in Manufakturen zu innovativen Produkten gefertigt, welche durch Performance, Design und höchste Qualität überzeugen. Produkte von Schwabe & Baer wurden bereits vielfach mit Design- und Innovationspreisen ausgezeichnet.

www.indigo.ski

 
 
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03.08.2020
POHLMANN HOFMANN 2020 unter den “TOP”-Wirtschaftskanzleien

POHLMANN HOFMANN wird das dritte Jahr in Folge, die FOCUS-Auszeichnung als „TOP-Wirtschaftskanzlei“ bekommen, wie der Verlag kürzlich mitteilte. Die FOCUS-Einwertung beruht auf der Umfrage unter bundesweit 24.000 Fachanwälten. Insgesamt hatten es im Jahr 2019 knapp 400 Kanzleien in das „TOP“-Ranking geschafft. Die Details zum diesjährigen Ranking werden Anfang September von FOCUS veröffentlicht.

Ferner sind wir das zweite Mal in Folge von der „WirtschaftsWoche“ am 14.07.2020 als „TOP-Kanzlei” ausgezeichnet worden. Diese Einwertung beruht auf der Erhebung durch das Handelsblatt Research Institute (HRI) bei mehr als 1.000 Juristen und Bewertung durch eine Jury aus Banken, Kreditversicherern und Verlagswesen. Nur 40 Kanzleien erhielten 2020 die begehrte Auszeichnung. “Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung für unsere Kanzlei – besonders freue ich mich aber auch, dass Matthias Hofmann als einer von  66 ‘TOP-Anwälten für Insolvenzrecht’ von der Wirtschaftswoche ausgezeichnet wurde”, sagt Rolf Pohlmann, Gründungspartner  der Kanzlei.

Erstmalig wurden wir 2020 zudem durch das Magazin „brand eins“ als eine der „besten Wirtschaftskanzleien in Deutschland“ ausgezeichnet. Hierzu wurden „mehr als 2600 Expertenurteile ausgewertet”, so brand eins. 398 Wirtschaftskanzleien haben es auf unsere Bestenlisten geschafft. POHLMANN HOFMANN ist eine der 42 Kanzleien die im Bereich „Insolvenz, Restrukturierung, Sanierung” ausgezeichnet wurden.

 
 
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28.07.2020
Insolvenzverfahren für Gasteig-Gastronomie eröffnet – keine Fortführungsaussichten – Betrieb bleibt geschlossen

München, 28.07.2020. Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gasteig Kult und Speise GmbH wurde am 15. Juli 2020 eröffnet. Zum Insolvenzverwalter hat das Amtsgericht München den Rechtsanwalt Rolf G. Pohlmann von der Münchner Insolvenzverwalter-Kanzlei Pohlmann Hofmann bestellt.

Am 25. Mai 2020 hatte der Geschäftsführer der Gasteig Kult und Speise GmbH, Marc Uebelherr, Insolvenzantrag gestellt. Die Gesellschaft betrieb die Lokale „Gast“ und „Le Copain“ im Münchner Kulturzentrum Gasteig sowie die dortige Pausen-Gastronomie, außerdem das Backcafé „Urban Bakery“ in München-Sendling. Die Umsatzausfälle infolge der Corona-Beschränkungen hatten zur Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens geführt.

Nun hat das Amtsgericht München das Insolvenzverfahren eröffnet. „Wie absehbar, ist es nicht gelungen, eine Fortführungslösung für die Gasteig-Gastronomie zu entwickeln“, sagt Insolvenzverwalter Rolf G. Pohlmann. „Aufgrund der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie ist die Lage in der Gastronomie allgemein sehr schwierig. Bei der Gasteig-Gastronomie fehlte zudem jede konkrete Perspektive, weil nicht absehbar war, ob und wann der Spielbetrieb im Gasteig wieder im früheren Umfang  aufgenommen wird. Aus diesem Grund war die Suche nach einer wirtschaftlich vertretbaren Lösung für eine Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs letztlich chancenlos“. Ende 2021 soll das Kulturzentrum wegen der anstehenden Sanierung ohnehin vorläufig schließen. .. Die Betriebe waren bereits vor dem Insolvenzantrag aufgrund der Corona-bedingten Auflagen eingestellt.

Die 111 Beschäftigten wird der Insolvenzverwalter nunmehr offiziell freistellen, damit sie Arbeitslosengeld beanspruchen können. In den kommenden Tagen wird der Insolvenzverwalter dann mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan und einen Interessenausgleich verhandeln, bevor er den Mitarbeitern die unausweichliche Kündigung aussprechen kann. Rückständige Gehälter sind über das Kurzarbeiter- bzw. Insolvenzgeld abgesichert.

Über Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte:

Pohlmann Hofmann gehören mit über 60 Mitarbeitern, hiervon 20 Berufsträgern, und Büros in München, Augsburg, Ulm und Miesbach zu den führenden Kanzleien für Insolvenzrecht und Restrukturierung im süddeutschen Raum. Schwerpunkte der Tätigkeit der Kanzlei bilden Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen in Insolvenzverfahren, die Begleitung von Eigenverwaltungs- und Schutzschirmverfahren und die Abwicklung und Begleitung von Insolvenzverfahren mit komplexen Rechtsproblemen.

 
 
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24.07.2020
Griechenland-Reiseveranstalter “Medina-Reisen” hat Insolvenzantrag gestellt

Die auf Griechenland-Pauschalreisen spezialisierte Medina-Reisen-GmbH & Co. Flug-, Schiff- und Hotel- Vermittlungs KG hat infolge eines nahezu vollständigen Umsatzausfalls nunmehr beim Amtsgericht München Insolvenzantrag gestellt. Das Gericht hat den Münchner Rechtsanwalt Rolf Pohlmann am 21.07.2020 zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Er prüft derzeit die Sanierungsaussichten, schätzt aber angesichts der aktuell sehr schwierigen Marktsituation die Chancen auf eine Sanierung als gering ein.

„Im Vordergrund steht aktuell, für die Reisenden, die sich in Griechenland befinden oder ihre Reise jetzt antreten wollen, schnell Lösungen zu finden“, sagt Pohlmann. Je nach Einzelfall seien die Reiseleistungen von Medina Reisen bereits vollständig bezahlt, teilweise bezahlt oder noch gar nicht bezahlt. Typischerweise seien etwa die Flüge weitestgehend bezahlt, da hier im Vorfeld Kontingente abgenommen und auch bezahlt werden müssen. Die Fluggastbeförderung sei also in den meisten Fällen gesichert. Demgegenüber würden Hotel- und andere Reiseleistungen vor Ort zumeist erst im Nachgang dem Reiseveranstalter berechnet. Infolge der Insolvenzantragstellung sei nun damit zu rechnen, dass insbesondere Hotels und andere Partner vor Ort nunmehr von den Reisenden Direktzahlung verlangen, weil sie nicht mehr mit der vertragsgemäßen Zahlung durch Medina rechnen könnten. Wichtig sei in diesen Fällen, sich die bezahlten Beträge genau quittieren zu lassen, damit die entsprechenden Zahlungen später der Reiseversicherung gegenüber abgerechnet werden können, rät der vorläufige Insolvenzverwalter. Wer seine Reise noch nicht angetreten hat, sollte im Vorfeld mit Medina in Kontakt treten, um zu klären, welche Reiseleistungen bereits bezahlt sind. Derzeit ist Medina telefonisch und per E-Mail weiterhin erreichbar.

 
 
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22.05.2020
Rolf Pohlmann ist weiter Vizepräsident und Schatzmeister Deutschlands größter Rechtsanwaltskammer

Der aufgrund einer Gesetzesänderung erstmalig in elektronischer Wahl neu gewählte 36-köpfige Vorstand der Rechtsanwaltskammer München hat in seiner konstituierenden Sitzung am 19.05.2020 Herrn Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter Rolf Pohlmann (46) von der Kanzlei ‘Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter’ in seinem Amt als Vizepräsident und Schatzmeister neu gewählt und ihn somit im Amt bestätigt. Die Rechtsanwaltskammer München ist mit über 22.000 Mitgliedern die größte Anwaltskammer in Deutschland. Neben der Ressortzuständigkeit für die Finanzen ist Pohlmann im Präsidium der Rechtsanwaltskammer u.a. für die Geldwäscheaufsicht zuständig.  Pohlmann gehört dem Vorstand der Rechtsanwaltskammer seit 2011 an; das Amt des Schatzmeisters und des Vizepräsidenten hat er seit 2014 inne. Unabhängig von seiner Tätigkeit bei der Rechtsanwaltskammer München ist Pohlmann Mitglied der Ausschüsse ‘Insolvenzrecht’ und ‘Bundesrechtsanwaltsordnung’ der Bundesrechtsanwaltskammer mit Sitz in Berlin.

 
 
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27.04.2020
Wintersport-Ausrüster „INDIGO“ wird saniert und ist auf Investorensuche

Insolvenzantrag gestellt – Geschäftsbetrieb läuft weiter

München, 27.04.2020. Die Schwabe & Baer Entwicklungsgesellschaft mbH, die u.a. unter der Marke „INDIGO“ hochwertige Ski und Ski-Ausrüstung produziert, hat beim Amtsgericht München am 14. April 2020 einen Insolvenzantrag gestellt. Das Insolvenzgericht hat den Sanierungsexperten Rolf G. Pohlmann von der Münchner Kanzlei Pohlmann Hofmann am 20. April 2020 zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Unter seiner Aufsicht wird der Betrieb fortgeführt und das Unternehmen soll auf Sanierungskurs gebracht werden. Hierfür sieht Pohlmann gute Chancen. Gemeinsam mit der Geschäftsleitung sucht er nach einem Investor, wobei es bereits erste Interessenten gibt.

Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt insbesondere unter ihrer Luxus-Eigenmarke „INDIGO“ sowie in Lizenz des Modeunternehmens „Bogner“ hochwertige Wintersport-Artikel wie Ski, Skistöcke, Snowboards, Skihelme und -brillen. Darüber hinaus fertigt und vertreibt das Unternehmen im Rahmen entsprechender Lizenzverträge Ski- und Fahrrad-Helme sowie Sport-Brillen für die Mode- und Sportmarken „O’Neill“, „St. Moritz“ sowie zuletzt noch für den FC Bayern München. Die Entwicklungs-Gesellschaft wurde 2003 gegründet und hat ihren Sitz in Unterföhring bei München.

Gute Aussichten für eine Sanierung des Unternehmens

„Wir haben uns direkt nach dem Insolvenzantrag ein Bild von der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens machen können. Hierbei wurden bereits intensive Gespräche mit der Geschäftsleitung zu aktuell anstehenden Maßnahmen geführt. Auch wenn wir erst am Anfang des Insolvenzverfahrens stehen, so sehe ich gute Chancen für eine erfolgreiche Sanierung des Unternehmens“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Rolf G. Pohlmann. Dabei sei es „erfreulich“, so Pohlmann, dass INDIGO frühzeitig einen Insolvenzantrag gestellt habe.

So bleibe Zeit, um alle Sanierungsmöglichkeiten auszuloten. Aufgrund des großen Knowhows der Gründer und Geschäftsführer, der gewachsenen Kundenbeziehungen und der besonderen Marktstellung von INDIGO sieht Pohlmann derzeit die Sanierungsaussichten optimistisch.

Der Betrieb wird nach einem gemeinsamen Entschluss der Geschäftsführung und des vorläufigen Insolvenzverwalters bis auf weiteres mit der vorhandenen Mannschaft fortgesetzt. „Jetzt gilt es neben der Aufrechterhaltung des Betriebs auch die langjährigen Lizenzgeber und Lieferanten und vor allem auch die Kunden davon zu überzeugen, der Marke INDIGO weiter die Treue zu halten“, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Pohlmann. Zugleich appelliert er an die Kunden: „Jede Neu-Order ist ein wichtiger Mosaikstein zur Rettung des Unternehmens“. Auch der Werksverkauf in Unterföhring soll nach Ende der behördlich angeordneten „Corona“-Beschränkungen wieder geöffnet werden.

Corona-Krise ließ den Absatz einbrechen

Eine der Ursachen für die Insolvenz waren nach Einschätzungen der Geschäftsführung die unzureichenden Einnahmen aus dem Geschäft mit lizensierten Produkten im sog. Mittelpreissegment. Den hohen Investitionskosten standen entgegen der ersten Erwartungen letztlich keine entsprechenden Umsätze gegenüber. In diesem Winter kamen die Auswirkungen der Corona-Krise mit der deutlich verkürzten Ski-Saison hinzu, die den Absatz weiter einbrechen ließen. In den vergangenen Jahren hatte INDIGO mit Nachordern noch erhebliches Geschäft realisiert. Trotz der Beantragung von Kurzarbeit war der Insolvenzantrag daher nicht zu vermeiden. „Durch den frühzeitigen Insolvenzantrag blieben aber alle wesentlichen Unternehmenswerte erhalten, was die Aussichten für eine stabile Fortführungslösung mit einem neuen Investor deutlich verbessert“, erklärt Pohlmann das Vorgehen.

Konzentration auf Eigenmarke und die Kooperation mit Bogner

„INDIGO wird sich im Rahmen des Sanierungskonzeptes vorrangig wieder auf die Kooperation mit Bogner und die Stärkung der eigenen Marke konzentrieren“, erklären die beiden Geschäftsführer Schwabe und Baer. Bei der ISPO 2020 in München hat das Unternehmen bereits ein innovatives neues Helm-Konzept vorgestellt, das in der Fachwelt für großes Aufsehen sorgte. „Diese Eigenentwicklung werden wir mit Nachdruck weiter vorantreiben. Der neue Helm könnte in einer abgewandelten Form auch als E-Bike- und Bikehelm vertrieben werden“. Insolvenzverwalter Rolf G. Pohlmann blickt daher positiv in die Zukunft: „Diese und andere Eigenentwicklungen machen Hoffnung für eine langfristig positive Entwicklung der Marke. Die INDIGO-Produkte sind extrem innovativ, hochtechnologisch und auch wirklich schön. Darauf können wir aufbauen.“

Fotos: INDIGO (Feindaten im Download)

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Über Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte:

Pohlmann Hofmann gehören mit über 60 Mitarbeitern, hiervon 20 Berufsträgern, und Büros in München, Augsburg, Ulm und Miesbach zu den führenden Kanzleien für Insolvenzrecht und Restrukturierung im süddeutschen Raum. Schwerpunkte der Tätigkeit der Kanzlei bilden Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen in Insolvenzverfahren, die Begleitung von Eigenverwaltungs- und Schutzschirmverfahren und die Abwicklung und Begleitung von Insolvenzverfahren mit komplexen Rechtsproblemen.

www.pohlmannhofmann.de

 

Über Schwabe & Baer Entwicklungs GmbH

Seit nunmehr über 20 Jahren steht die Technologieschmiede Schwabe & Baer für außergewöhnliche Produkte im Bereich Sport und Lifestyle. Ingenieurwissen trifft auf die Leidenschaft für Sport. Hochwertige Materialien werden in Manufakturen zu innovativen Produkten gefertigt, welche durch Performance, Design und höchste Qualität überzeugen. Produkte von Schwabe & Baer wurden bereits vielfach mit Design- und Innovationspreisen ausgezeichnet.

www.indigo.ski

bei Rückfragen:
Alexander Görbing, alexander@goerbing-klartextpr.de, 0160 / 5560471

 
 
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09.04.2020
WK Plastics: Mehrere Kaufinteressenten für insolventen Automobilzulieferer

Insolvenzverfahren am 01.04.2020 eröffnet – Produktion läuft weiter

Für den insolventen Automobilzulieferer WK Plastics aus Beilngries bei Ingolstadt gibt es mehrere ernsthafte Kaufinteressenten. Der Sanierungsexperte Dr. Matthias Hofmann von der Kanzlei Pohlmann Hofmann und Insolvenzverwalter des Unternehmens rechnet mit einem Verkauf voraussichtlich im Juni 2020. Das Amtsgericht Ingolstadt hat inzwischen am 01.04.2020 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Wellhäuser Kunststofftechnik Köppl GmbH & Co.KG (WK Plastics) eröffnet.

Das Unternehmen WK Plastics produziert Kunststoffteile im Spritzgusstechnik-Verfahren für Automobilhersteller und namhafte Automobilzulieferer. Wesentlicher Kunde ist der Volkswagen-Konzern und hier vor allem die AUDI AG, aber auch weitere Konzernmarken wie Volkswagen, Porsche, Lamborghini, Seat oder Skoda. Aktuell hat WK Plastics knapp 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Jahresumsatz lag zuletzt bei rund EUR 20 Mio. Das Unternehmen wurde 2004 gegründet und hat seinen Sitz in Beilngries-Grampersdorf.

Verkaufsprozess soll im Juni 2020 abgeschlossen werden

„Bereits unmittelbar nach dem Insolvenzantrag Ende Januar 2020 bestand starkes Interesse von Investoren. Obwohl aufgrund der Corona-Pandemie einzelne Investoren ihr Interesse wieder zurückgezogen haben, stehen wir nach wie vor mit einer guten Handvoll Investoren im Gespräch. Ich gehe nach unseren aktuellen Planungen davon aus, dass wir den Verkaufsprozess im Juni 2020 abschließen können“, erklärt Dr. Matthias Hofmann, Insolvenzverwalter von WK Plastics. Mit einzelnen Kaufinteressenten seien die Gespräche schon sehr weit fortgeschritten. Ziel ist es dabei, die bestehenden Arbeitsplätze zu sichern und dem Unternehmen sowie dem Produktionsstandort in Beilngries eine langfristige Perspektive zu geben.

Betrieb läuft uneingeschränkt weiter – keine Produktionsausfälle

Zusammen mit seinem Team von der Kanzlei Pohlmann Hofmann konnte Hofmann in den vergangenen Monaten durch zahlreiche Gespräche mit Lieferanten, Kunden und Beschäftigten erreichen, dass der Geschäftsbetrieb bei WK Plastics ohne Einschränkungen weiterläuft. Seit dem Insolvenzantrag gab es keine Unterbrechungen bei der Produktion. Die Gehälter der Mitarbeiter sind angesichts der guten Auslastung des Unternehmens auch für die kommenden Monate gesichert.

Weitere Mitarbeiter gesucht

Die Auftragslage bei WK Plastics und die Perspektiven für die Zukunft sind sogar so erfreulich, dass das Unternehmen neue Stellen zu besetzen hat. „Wir können trotz der Insolvenz auch aktuell weitere Hilfe benötigen und sind daher auf der Suche nach weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in verschiedenen Bereichen des Unternehmens“, erklärt Insolvenzverwalter Dr. Matthias Hofmann. Diese Situation unterstreicht aus seiner Sicht die guten langfristigen Aussichten bei WK Plastics.