News/Presse

 
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04.05.2019
Scorpio Verlag restrukturiert sich in vorläufiger Eigenverwaltung

Das Amtsgericht München hat auf den eigenen Antrag des Unternehmens am 26.04.2019 die vorläufige Eigenverwaltung über das Vermögen der Scorpio Verlag GmbH & Co. KG angeordnet. Das Unternehmen wird von der Kanzlei Elsässer beraten. Zum vorläufigen Sachwalter wurde unser Partner Dr. Matthias Hofmann bestellt. Zu den Aufgaben des (vorläufigen) Sachwalters gehören insbesondere die Überwachung der Geschäftsführung und die beratende Begleitung der Sanierung und Eigenverwaltung im Interesse der Gläubiger.

Der Verlag und seine Berater streben derzeit eine Restrukturierung unter Einbindung neuer Investoren an. Hierzu der vorläufige Sachwalter Dr. Matthias Hofmann: “Die Eigenverwaltung bietet für den Scorpio-Verlag eine hervorragende Grundlage an, um zum einen sein Geschäft eigenverantwortlich fortzuführen und zum anderen im Interesse des Unternehmens und der Gläubiger eine Sanierungslösung zu erarbeiten.”

Weitere Einzelheiten können auch der Online-Ausgabe des Buchreport entnommen werden (Link).

 
 
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30.04.2019
Zukunft der Actionsporthalle „GravityLab“ ungewiss; Sportbetrieb bleibt vorläufig aufrechterhalten

München, 30. April 2019 – Die GravityLab GmbH, Betreiberin Münchens einziger Action-Sporthalle, hat beim Amtsgericht München Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Aufgrund der anstehenden Beendigung des Hallen-Mietvertrags zum 30.04.2019, drohe ab dem 01.05.2019 ein völliger Umsatzausfall, so dass die fällig werdenden Zahlungen dann nicht mehr geleistet werden könnten. Das Münchner Insolvenzgericht hat den Rechtsanwalt Rolf Pohlmann von der Kanzlei ‚Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter‘ zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Er will den Sportbetrieb in der „GravityLab“ über den 01.05.2019 hinaus vorläufig aufrechterhalten und zunächst Sanierungsaussichten ausloten. Hierfür sucht er auch nach möglichen Investoren.

Die GravitLab GmbH betreibt seit Herbst 2016 auf 1.700 m² in München-Sendling eine auf das Training von Freestyle-Sportarten zugeschnittene Einrichtung, die Freizeit-Sportlern, Amateuren und selbst Profi-Athleten einen ganzjährigen, wetterunabhängigen Zugang zu Freestyle-Sportarten wie Parkour, Snowboard, Freeski, Skateboard und BMX bietet. Die 260 m² große Trampolinlandschaft bietet Sportlern Übungs- und Trainingsmöglichkeiten, aber auch Kindern und Jugendlichen Spaß an Sport und Bewegung.

Auf die „GravityLab“-Sporthalle hatte die Freestyle-Community in München und Umgebung lange gewartet. Die Eröffnung der Halle im Jahr 2016 verzögerte sich zunächst wegen erforderlicher weiterer Brandschutz-Vorkehrungen. Kurze Zeit später, Mitte 2017, kam es infolge eines Wasserschadens zu einer mehrmonatigen Unterbrechung des Sportbetriebs. Am 30.04.2019 endet nun das Mietverhältnis über die von GravityLab genutzte Sporthalle und die Vermieterin erwartet die Rückgabe der Halle. Entgegen aller Prognosen sei es, so Geschäftsführerin Sabine Schmalschläger, nicht gelungen, in der zur Verfügung stehenden Zeit eine andere geeignete Halle in München zu finden, in die GravityLab mit all seinen Einrichtungen umziehen könne. Erst kürzlich habe sich die Option ergeben, eine attraktive Halle im Stadtgebiet München anmieten zu können. Jedoch habe die Gesellschaft keine ausreichenden Reserven, um den mehrere Monate dauernden Aus- und Umzug finanzieren zu können, zumal ohne zwischenzeitliche Einnahmen. GarvityLab stehe deshalb vor dem Aus, obwohl der Betrieb zuletzt rentabel war.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Rolf Pohlmann zeigt sich verhalten optimistisch. „Das moderne Insolvenzrecht bietet umfassende Sanierungsmöglichkeiten. Um diese für GravityLab ausloten zu können, werden wir die Halle nicht zum 30. April zurückgeben, sondern den Sportbetrieb regulär bis auf Weiteres aufrechterhalten.“ Die Gehälter von Festangestellten und Aushilfen könnten zumindest für den Monat April über eine Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes gesichert werden und man habe bereits Kontakt mit der Vermieterin aufgenommen, um möglichst eine einvernehmliche Lösung betreffend eine kurzzeitige weitere Nutzung der Halle zu erreichen. Entscheidend für eine Sanierung sei, ob kurzfristig ein Investor gefunden werden kann, der die Action-Sporthalle mit ihrem über München hinaus einmaligen Angebot und Konzept und den Kunden übernehmen oder die weitere Fortführung samt Umzug finanzieren will. Interessenten sollen sich an den vorläufigen Insolvenzverwalter wenden.

Über Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter

Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte gehört mit mehr als 50 Mitarbeitern, hiervon 20 Berufsträgern, und Büros in München, Augsburg und Ulm zu den führenden insolvenzrechtlichen Kanzleien im süddeutschen Raum. Die Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter Rolf G. Pohlmann, Dr. Matthias Hofmann, Dr. Björn Hellfeld und Karen Buve sind im Schwerpunkt als Insolvenzverwalter und Insolvenzgutachter sowie bei angeordneter Eigenverwaltung als Sachwalter tätig. Schwerpunkte der Tätigkeit der Kanzlei bilden Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen in Insolvenzverfahren, die Begleitung von Eigenverwaltungs- und Schutzschirmverfahren, die Abwicklung und Begleitung von Insolvenzverfahren mit komplexen Rechtsproblemen sowie von Kriminal- und Konfliktinsolvenzen.

 
 
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02.04.2019
Internetplattform ‚eSports.com‘ vom Insolvenzantrag der eSports.com AG nicht betroffen

Die eSports.com Aktiengesellschaft hat im März Insolvenzantrag gestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Rolf G. Pohlmann sieht derzeit keine Auswirkungen für die seit Dezember 2018 im Rahmen eines Joint Venture betriebenen Plattform ‚esports.com‘.

Der Vorstand der eSports.com Aktiengesellschaft mit Sitz in Heidelberg hat Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Die eSports.com Aktiengesellschaft war ursprünglich die alleinige Betreiberin des eSport-Angebots auf der Internetseite ‘www.esports.com’. Im Dezember 2018 war sie ein Joint Venture mit ProSiebenSat.1 eingegangen, aus dem die eSports.com GSA GmbH hervorging, die seither die Internet-Plattform für den deutschsprachigen Raum betreibt. An der eSports.com GSA GmbH sind die eSports.com Aktiengesellschaft und der Medienkonzern jeweils hälftig beteiligt. Auf dem Portal werden seither Spielberichte, Interviews, Videos, Statistiken, Ergebnissen und Hintergrund-Informationen im Bereich eSport angeboten.

Nachdem die Haupt-Investorin der eSports.com Aktiengesellschaft die Zahlungen an die Gesellschaft überraschend einstellte, geriet die eSports.com Aktiengesellschaft in die Krise und stellte Insolvenzantrag. Das Insolvenzgericht hat den Sanierungsspezialisten Rolf G. Pohlmann von der Kanzlei Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter in München zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Er befindet sich derzeit in Abstimmung sowohl mit dem Joint-Venture-Partner ProSiebenSat.1, als auch den Aktionären der eSports.com Aktiengesellschaft. Er lote derzeit alle Möglichkeiten aus, die bei der eSports.com Aktiengesellschaft vorhandenen Vermögenswerte im Interesse der Gläubiger zu erhalten oder bestmöglich zu verwerten. Dabei zeichne sich bereits ab, dass die Internet-Plattform ‚esports.com‘ wohl dauerhaft fortgeführt werden wird.

Über Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte Partnerschaft Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte ist eine auf Insolvenzverwaltung und Sachwaltung spezialisierte Anwaltssozietät mit besonderem Schwerpunkt im Bereich der Unternehmenssanierung und gehört zu den führenden Verwalterkanzleien in Deutschland. Mit vier Insolvenzverwalterpersönlichkeiten und insgesamt 20 Berufsträgern in einem über 50-köpfigen Team werden von den Standorten in München, Augsburg und Ulm bundesweit Insolvenz- und Sanierungsverfahren nahezu jeder Größenordnung bearbeitet.

 
 
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31.03.2019
Bundesgerichtshof klärt Insolvenzanfechtung der Besicherung von Gesellschafterdarlehen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einer kürzlich veröffentlichten und zur Veröffentlichung in der amtlichen Sammlung BGHZ vorgesehenen Entscheidung (BGH, Urt. v. 14.2.2019 – IX ZR 149/16) wesentliche Fragen der Insolvenzanfechtung im Bereich der Gesellschafterfinanzierung entschieden. Nach der aktuellen Rechtsprechung des BGH ist das sog. Bargeschäftsprivileg des § 142 InsO nicht auf die Anfechtung der Besicherung eines Gesellschafterdarlehens i.S.v. § 135 Abs. 1 Nr. 1 InsO anwendbar. Die Entscheidung klärt hiermit eine in den vergangenen Jahren höchst streitige, jedoch zugleich auch höchst relevante Rechtsfrage, wobei sich eine Vielzahl an Literaturstimmen – wohl sogar die herrschende Meinung – entgegen des aktuellen Urteils bislang für eine Anwendung des Bargeschäftsprivilegs ausgesprochen hatte. Konsequenz der aktuellen Entscheidung ist, dass im Insolvenzfall jede Sicherheit, die für ein Gesellschafterdarlehen in den letzten zehn Jahren vor dem Insolvenzantrag bestellt wurde, der Insolvenzanfechtung unterliegt. Dies gilt – so ausdrücklich der BGH – auch und gerade für Sicherheiten, die bereits bei Darlehensgewährung Zug um Zug gegen Auszahlung des Darlehens gewährt werden.

Darüber hinaus hat sich der BGH mit verschiedenen weiteren Fragen der Gesellschafterfinanzierung in der Insolvenz befasst, so z.B. mit dem Umfang von gesellschaftsrechtlichen Treuepflichten, die – so der BGH – nicht dem Schutz der Gläubiger, sondern ausschließlich dem Schutz der Gesellschaft und der anderen Gesellschafter dienen.

Die Entscheidung dürfte sowohl für die insolvenzrechtliche Praxis, als auch für die Beratungspraxis von erheblicher Relevanz sein. Die vollständige Entscheidung ist unter diesem Link abrufbar.

 
 
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22.03.2019
Automobilzulieferer Räuchle mit Investorin DUBAG auf Sanierungskurs

Der insolvente Automobilzulieferer Räuchle GmbH + Co. KG kann im Eigenverwaltungsverfahren erneut Positives vermelden: Der Gläubigerausschuss hat sich einvernehmlich für eine Sanierung des Unternehmens über einen Insolvenzplan mit der Münchner Finanzholding DUBAG als Investorin ausgesprochen. Die von der Kanzlei SGP Schneider Geiwitz beratene Eigenverwaltung wird von unserem Namenspartner Dr. Matthias Hofmann als Sachwalter begleitet und überwacht.

Mitarbeiter und Kunden wurden in den vergangenen Tagen über die positive Entwicklung informiert. Auf Grundlage des Konzepts der DUBAG wird derzeit ein Insolvenzplan vorbereitet. Hierzu der Sachwalter Dr. Matthias Hofmann und der Berater Christian Plail: “Unser gemeinsames Ziel ist es , den gesamten Insolvenzprozess in den nächsten Monaten abzuschließen. Dafür sind jetzt die Weichen gestellt.”

Die vollständige gemeinsame Pressemitteilung des Unternehmens sowie der beteiligten Kanzleien ist unter folgendem Link abrufbar.

 
 
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07.03.2019
OLG Düsseldorf: Vertrauen in Mitwirkung des vorläufigen Sachwalters schützt vor Insolvenzanfechtung

Das OLG Düsseldorf konnte sich in einer für die Sanierungspraxis sehr interessanten Entscheidung mit der Frage befassen, ob in Fällen der vorläufigen Eigenverwaltung der vorläufige Sachwalter einen Vertrauenstatbestand setzen kann, der eine spätere Insolvenzanfechtung entsprechender Zahlungen ausschließt (OLG Düsseldorf, Urt. v. 8.11.2018 – I-12 U 16/18). Mit der bereits zuvor bestehenden herrschenden Meinung geht das OLG Düsseldorf davon aus, dass die Rechtsprechung des BGH zum Vertrauen in die Mitwirkung des (schwachen) vorläufigen Insolvenzverwalters auch auf einen vorläufigen Sachwalter übertragbar ist. Die Kernaussage der Entscheidung kann daher wie folgt zusammengefasst werden: Ein vom vorläufigen Sachwalter gesetzter Vertrauenstatbestand betreffend Zahlungen im Rahmen der vorläufigen Eigenverwaltung entzieht diese in gleicher Weise der Anfechtung gemäß §§ 129 ff. InsO wie das Vertrauen in eine Mitwirkung des vorläufigen Insolvenzverwalters.

Die begrüßenswerte Entscheidung vermittelt in ihrer täglichen Anwendung gerade Lieferanten und anderen Geschäftspartnern in Eigenverwaltungsverfahren erhöhte Sicherheit in der Zusammenarbeit mit eigenverwalteten Unternehmen. Die Entscheidung sowie eine von unserem Partner Dr. Matthias Hofmann hierzu verfasste Anmerkung werden in einer der nächsten Ausgaben der NZI – Neue Zeitschrift für Insolvenz- und Sanierungsrecht veröffentlicht werden.

 
 
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16.02.2019
Wirtschaftswoche: Pohlmann Hofmann gehört zu den “30 führenden Insolvenzkanzleien”

Mittlerweile regelmäßig wertet das Wochenmagazin ‘WirtschaftsWoche‘das bundesweite Insolvenzgeschehen aus. In der aktuellen Online-Ausgabe vom 15.02.2019 findet sich unter der Überschrift ‘Insolvenzverwalter des Jahres‘ die Insolvenzverwalterplatzierung für das Jahr 2018 (‘Das sind die führenden Insolvenzkanzleien’), in die alle im Jahr 2018 eröffneten Unternehmensinsolvenzen einfließen. “Wir freuens uns sehr, dass wir unsere gute Halbjahresplatzierung behaupten konnten und damit unser Anspruch, zu den bundesweit führenden Verwalterkanzleien zu gehören, bestätigt wird”, sagt Partner Rolf Pohlmann mit Blick auf die Einordnung der Knazlei auf Platz 21 der “TOP-50″-Liste (1. Halbjahr 2018: Platz 21). Die Platzierung belege die Akzeptanz der Kanzlei, so Pohlmann weiter. An der Strategie, sich auf unabhängige Insolvenzverwaltung und Sachwaltung sowie ausgewählte Restrukturierungsmandte in Eigenverwaltungsfällen zu beschränken, werde man daher festhalten. Unter Beachtung dieser Strategie plane man “aus der Kanzlei heraus”, weitere Gerichtsstandorte, auch außerhalb Süddeutschlands, zu erschließen.

 
 
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03.02.2019
Bundesgerichtshof klärt Fragen der Haftung nach § 64 GmbHG im Fall einer internen Geschäftsverteilung unter mehreren GmbH-Geschäftsführern

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich in einer zur Veröffentlichung in den BGHZ vorgesehenen Entscheidung (BGH, Urt. v. 28.11.2018 – II ZR 11/17) mit der Frage befasst, unter welchen Voraussetzungen sich der Geschäftsführer einer GmbH zur Abwehr eines auf die Erstattung nach Eintritt der Insolvenzreife geleisteter Zahlungen gerichteten Anspruchs nach § 64 GmbHG darauf berufen kann, dass ihm die eingetretene Insolvenzreife aufgrund der internen Geschäftsverteilung innerhalb der aus mehreren Personen bestehenden Geschäftsführung – nicht vorwerfbar – unbekannt geblieben sei.

Der BGH bestätigt zunächst, dass die gemäß § 64 GmbHG haftungsbewehrte Masseerhaltungspflicht auch bei Ressortzuständigkeiten jeden Geschäftsführer trifft und diese Pflicht im Wege einer Geschäftsverteilung nicht delegierbar ist. Gleichwohl hält der BGH eine Entlastung von dem im Rahmen der Haftung nach § 64 GmbHG vermuteten Verschulden grundsätzlich für möglich, legt aber durchaus hohe Maßstäbe an die insoweit nötige Geschäftsverteilung an. Wenngleich eine entsprechende Geschäftsverteilung – anders als dies der Bundesfinanzhof in seiner Rechtsprechung fordert – nach der Entscheidung des BGH nicht zwingend schriftlich fixiert sein muss, so muss diese Geschäftsverteilung jedenfalls die folgenden Punkte erfüllen:

– einvernehmliche Mittragung der Geschäftsverteilung durch alle Geschäftsführer,
– klare und eindeutige Abgrenzung der Zuständigkeiten und Aufgaben unter sachgerechter Berücksichtigung der Verhältnisse der jeweiligen Gesellschaft,
– Vergewisserung und Sicherstellung der Wahrnehmung der Geschäftsführungsaufgaben durch hierfür fachlich und persönlich geeignete Personen,
– hinreichende Kontrolle und Überwachung einer ordnungsgemäßen Aufgabenerledigung durch den für kaufmännische/finanzielle Belange zuständigen Geschäftsführer und
– Zuständigkeit des Gesamtorgans für nicht delegierbare Angelegenheiten der Geschäftsführung.

Im Ergebnis stellt der BGH mit Blick auf die Bedeutung der Haftung nach § 64 GmbHG sehr hohe Hürden auf. Geschäftsführern ist insoweit dringend zu empfehlen, die sie in der Unternehmenskrise treffenden Pflichten auch im Fall einer Geschäfts- bzw. Ressortverteilung sehr Ernst zu nehmen.

Die vollständige Entscheidung ist in der Entscheidungsdatenbank des BGH abrufbar (Link).

 
 
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18.01.2019
Automobilzulieferer Räuchle: Erste Erfolge auf dem Weg zur Sanierung

Der Dietenheimer Automobilzulieferer Räuchle, die Sanierungsberater der Kanzlei SGP Schneider Geiwitz und der vorläufige Sachwalter Dr. Matthias Hofmann (Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter) können erste Erfolge auf dem Weg zur Sanierung des Unternehmens vermelden. So ist der Geschäftsbetrieb des Unternehmens, das mit rund 350 Mitarbeitern jährlich über 150 Millionen Präzisionsteile herstellt, über ein Massedarlehen stabilisiert. Auch stehen neben der Bestandsinvestorin DUBAG weitere Interessenten zur Verfügung, die Interesse an einem langfristigen Investment in das Unternehmen mitgeteilt haben. Sämtliche Interessenten sollen nunmehr in einen Investorenprozess eingebunden werden.

Unser Namenspartner Dr. Matthias Hofmann zum aktuellen Stand des Verfahrens: “Die Ausgangssituation ist für alle Beteiligten äußerst positiv. Ich bin überzeugt davon, dass Räuchle auch künftig noch seinen Platz im Markt haben wird. Gemeinsames Ziel ist es, die aktuell anlaufenden Gespräche in den kommenden zwei bis drei Monaten abzuschließen und hierdurch zu einem für alle Beteiligten bestmöglichen Ergebnis zu gelangen.”

Die vollständige Pressemitteilung ist unter folgenden Link abrufbar.

 
 
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18.12.2018
Präzisionsteilehersteller Räuchle meldet Insolvenz an

Das Amtsgericht Ulm – Insolvenzgericht – hat durch Beschluss vom 06.12.2018 unseren Kanzleipartner Dr. Matthias Hofmann zum vorläufigen Sachwalter im Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der Räuchle GmbH + Co. KG bestellt. Räuchle beschäftigt rund 350 Mitarbeiter und stellt an seinem Produktionsstandort in Dietenheim Präzisionsteile aus Stahl und Aluminium für die Automobilindustrie her. Das Unternehmen, das von der Kanzlei SGP Schneider Geiwitz beraten wird, strebt eine Sanierung im Rahmen der angeordneten (vorl.) Eigenverwaltung an. Der (vorl.) Sachwalter Dr. Hofmann begleitet die Sanierung im Interesse der beteiligten Gläubiger.

Ein Bericht der regionalen Presse über die Insolvenzantragstellung findet sich unter folgendem Link.