News/Presse

 
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14.11.2019
Engineering-Spezialist HLS: Weltweit über 300 Arbeitsplätze durch Verkauf gerettet

Die vorläufige Eigenverwaltung in den beiden Verfahren über die Vermögen der HLS Engnieering Group GmbH und HLS Ingenieurbüro GmbH konnte erfolgreich im Rahmen einer übertragenden Sanierung abgeschlossen werden. Beide Unternehmen sowie zudem vier nicht insolvente Tochtergesellschaften konnten bereits zum 01.11.2019 – und damit gerade einmal zweieinhalb Monate nach Einleitung der Eigenverwaltungsverfahren – an die international tätige SACHA-Gruppe bzw. die von ihr gegründete HLS SACHA GmbH verkauft werden. Die Kaufverträge wurden durch unseren nunmehr zum Insolvenzverwalter bestellten Partner Dr. Matthias Hofmann abgeschlossen, der zuvor als vorläufiger Sachwalter bestellt war. Die Eigenverwaltung war eng von einem Team der Kanzlei SGP Schneider Geiwitz um Rechtsanwalt Christian Plail begleitet worden. Der Erhalt der operativen Teile der Unternehmensgruppe stellt sich für die über 300 Mitarbeiter und für die Gläubiger als gemeinsamer Erfolg des Managements, der Sanierungsberater und des Teams des vorläufigen Sachwalters dar.

Die HLS Engnieering Group GmbH und die HLS Ingenieurbüro GmbH  und die weiteren Gesellschaften der Unternehmensgruppe in Deutschland, Tschechien und Vietnam mit insgesamt über 300 Mitarbeitern sind als Engineering-Dienstleister insbesondere im Automotive-Markt tätig. Beide Gesellschaften hatten Mitte August 2019 Insolvenzanträge  in Eigenverwaltung stellen müssen. Das zuständige Amtsgericht Augsburg ordnete insoweit zunächst die vorläufige Eigenverwaltung an und bestellte unseren Partner Dr. Matthias Hofmann zum vorläufigen Sachwalter. Mit Eröffnung der beiden Verfahren hatten die Unternehmen ihre Eigenverwaltungsanträge – wie zuvor abgestimmt – zurückgenommen und das Gericht bestellte Dr. Matthias Hofmann zum Insolvenzverwalter. Aufgrund der zuvor bereits abgestimmten Maßnahmen konnte das Unternehmen nahtlos fortgeführt werden. Dank der intensiven Vorbereitung im Vorfeld konnte der Verkauf zum 01.11.2019 reibungslos erfolgen.

Die anlässlich des Verkaufs veröffentlichte Pressemitteilung ist unter dem folgenden Link abrufbar.

 
 
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30.10.2019
Scorpio Verlag und Europa Verlag: Sanierung auf der Zielgeraden

Die Eigenverwaltungsverfahren Scorpio Verlag GmbH & Co. KG und Europa Verlag Ges. m.b.H. & Co. KG befinden sich auf der Zielgeraden. In beiden Verfahren haben die Unternehmen mit Unterstützung ihrer Berater von der Kanzlei elsässer Insolvenzpläne vorgelegt, über die in Gläubigerversammlungen am 06.11.2019 abgestimmt werden soll. Hierzu unser Partner Dr. Matthias Hofmann, der die Verfahren als Sachwalter überwacht und begleitet hat: “Ich freue mich, dass für beide Verlage Lösungen zum Erhalt der Verlage gefunden werden konnten. Die Insolvenzpläne stellen für die Gläubiger eine faire und gute Lösung und für die Verlage den ersten Schritt in die Zukunft  dar!”

Die Insolvenzpläne sehen die Überleitung der Verlage auf eine neu gegründete Gesellschaft, die künftig unter Europa Verlage GmbH firmieren wird, und einen Erhalt aller Arbeitsplätze vor.  Nähere Details finden sich in einem aktuellen Beitrag des Online-Auftritts des Börsenblatts (Link).

 
 
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15.10.2019
SHOPiMORE AG: Insolvenzverfahren eröffnet

Über das Vermögen der börsennotierten SHOPiMORE AG wurde bereits durch Beschluss des Amtsgerichts Ingolstadt vom 10.09.2019 das Insolvenzverfahren eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde unser Partner Rechtsanwalt Dr. Matthias Hofmann bestellt. Die Aktien der SHOPiMORE AG sind im Freiverkehr der Börse Düsseldorf gelistet. Eine Kapitalmarktinformation anlässlich der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist unter folgendem Link abrufbar.

 
 
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14.10.2019
Berufung von Dr. Matthias Hofmann in den Fachausschuss für Insolvenzrecht der Rechtsanwaltskammer München

Die Rechtsanwaltskammer für den Oberlandesgerichtsbezirk München hat unseren Partner Dr. Matthias Hofmann als ordentliches Mitglied in den Fachausschuss für Insolvenzrecht berufen. Aufgabe des Ausschusses ist die Prüfung der bei der Rechtsanwaltskammer eingehenden Anträge auf Verleihung der Fachanwaltsbezeichnung für Insolvenzrecht im Hinblick auf das Erfüllen der einschlägigen Voraussetzungen der Fachanwaltsordnung (FAO). “Ich freue mich, dass ich meine Expertise künftig auch im Fachausschuss Insolvenzrecht der Münchner Rechtsanwaltskammer einbringen kann.”, so Matthias Hofmann zu seiner Berufung.

Dr. Matthias Hofmann gehört laut Wirtschaftswoche (Ausgabe vom 26.07.2019) deutschlandweit zu den renommiertesten Experten für das Insolvenzrecht. Er hat in seiner Berufslaufbahn bereits rund 800 Unternehmensinsolvenzen als Insolvenzgutachter, Insolvenzverwalter oder Sachwalter begleitet. Einen besonderen Schwerpunkt seiner Tätigkeit bildet die Begleitung von Eigenverwaltungsverfahren.

 
 
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13.10.2019
Internetplattform ‚eSports.com‘ an 7sports übertragen

Insolvenzverwalter Rolf Pohlmann konnte die IP-Rechte von eSports.com im Rahmen eines Asset-Deals an den Medienkonzern ProSiebenSat.1 übertragen. Dessen Tochter ‘7sports’, die für das “innovative und digitale Sportportfolio der ProSiebenSat.1 Group” zuständig ist,  engagiert sich künftig ohne den bisherigen Joint-Venture Partner im eSports-Segment.

Die eSports.com Aktiengesellschaft, Betreiberin der Internet-Plattform ‚esports.com‘ und Inhaberin der gleichlautenden Domain wollte das am schnellsten wachsende eSports-Community-Portal weltweit etablieren.

eSports gilt aktuell als das am stärksten wachsende Segment im Sport- und Entertainment-Bereich. Die Anzahl der Fans wird für das Jahr 2021 mit zehn Millionen prognostiziert. Damit zählt eSports zu den beliebtesten Sportarten in Deutschland.

Vor diesem Hintergrund war die eSports.com Aktiengesellschaft sie im Dezember 2018 ein Joint Venture mit 7sports eingegangen, aus dem die eSports.com GSA GmbH hervorging, die seither die Internet-Plattform ‚esports.com‘ für den deutschsprachigen Raum betrieb und auf der Spielberichte, Interviews, Videos, Statistiken, Ergebnissen und Hintergrund-Informationen im Bereich e-Sport angeboten werden. Das Geschäft für die restliche Welt sicherte sich die eSports.com AG zunächst exklusiv ohne Partner.

Im März hatte die eSports.com Aktiengesellschaft mit Sitz in Heidelberg Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt. Sie konnte die vereinbarten Zahlungen an das Joint-Venture nicht mehr leisten, weil ihr wichtigster Investor überraschend ausfiel.

Das Insolvenzgericht bestellte den Sanierungsspezialisten Rolf G. Pohlmann von der Kanzlei Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter in München zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Er sicherte den Betrieb einstweilen in Abstimmung mit dem Joint-Venture-Partner und lotete alle Möglichkeiten aus, die bei der eSports.com AG vorhandenen Vermögenswerte im Interesse der Gläubiger zu erhalten oder bestmöglich zu verwerten.

Am 11.06.2019 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Seither wurden die Verhandlungen mit den Beteiligten intensiviert. Wie der Insolvenzverwalter nunmehr mitteilte, ist es gelungen, die zum Betrieb der Internet-Plattform ‚eSports.com‘ erforderlichen Assets, darunter insbesondere die Internetdomain, an 7sports zu veräußern.

Wir haben intensive, zugleich immer sehr konstruktive Verhandlungen geführt und ich freue mich, dass sie im Interesse der Gläubiger unter Beteiligung des Gläubigerausschusses  zu einem guten Abschluss gebracht werden konnten“, sagt Pohlmann.

7sports wird damit künftig ohne externen Partner sein Engagement im e-Sports-Bereich über die Plattform ‚esports.com‘ unter neuem Logo vorantreiben und in Deutschland und international ausbauen.

Über Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte Partnerschaft

Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte ist eine auf Insolvenzverwaltung und Sachwaltung spezialisierte Anwaltssozietät mit besonderem Schwerpunkt im Bereich der Unternehmenssanierung und gehört zu den führenden Verwalterkanzleien in Deutschland. Mit vier Insolvenzverwalterpersönlichkeiten und insgesamt über 20 Berufsträgern in einem rd. 60-köpfigen Team werden von den Standorten in München, Augsburg und Ulm bundesweit Insolvenz- und Sanierungsverfahren jeder Größenordnung bearbeitet.

 
 
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10.09.2019
Focus: Pohlmann Hofmann erneut unter den “TOP-Wirtschaftskanzleien” Deutschlands, Dr. Björn Hellfeld ist einer von 16 “TOP-Rechtsanwälten” für Insolvenzrecht

Das Nachrichtenmagazin “FOCUS” hat Pohlmann Hofmann erneut als eine der TOP-Wirtschaftskanzleien in Deutschland ausgezeichnet. Zu Grunde liegt dem die Befragung, die das Datenunternehmen Statista für Focus durchgeführt hat. Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte Partnerschaft ist für das Fachgebiet “Insolvenz, Restrukturierung, Sanierung” ausgezeichnet worden. Die Kanzleien, die in der Focus-TOP-Liste genannt sind, erhalten die Auszeichnung “TOP Wirtschaftskanzlei 2019″.

Gleichzeitig wurde Dr. Björn Hellfeld als “TOP Rechtsanwalt” für das Fachgebiet “Insolvenzrecht” ausgezeichnet, als einer von 16 Rechtsanwälten in diesem Fachbereich.

Rolf Pohlmann, Gründungspartner von Pohlmann Hofmann freut sich über diese Auszeichnungen: “Unser Anspruch ist die Bearbeitung und Begleitung der von uns betreuten Restrukturierungsmandate und Insolvenzverfahren auf höchstem Niveau. Wir freuen und deshalb sehr, dass uns der Focus als TOP-Wirtschaftskanzlei auszeichnet und damit belegt wird, dass wir unserem Anspruch auch gerecht werden. Ganz besonders freue ich mich darüber, dass Rechtsanwalt Dr. Björn Hellfeld als einer von bundesweit nur 16 Anwälten in unserem Fachbereich als TOP-Rechtsanwalt ausgezeichnet wurde.“

Die Liste der Wirtschaftskanzleien basiert auf entsprechenden Empfehlungen und Bewertungen in insgesamt 21 Fachgebieten. Die entsprechenden Empfehlungen stammen zum einen von Partnern anderer Wirtschaftskanzleien sowie zum anderen von Inhouse-Juristen. Für die Befragung 2019 wurden laut Focus insgesamt 10.781 Anwälte aus Wirtschaftskanzleien und 3.516 Anwälte in Rechtsabteilungen von Unternehmen (Inhouse-Juristen) identifiziert.  Insgesamt wurde 379 Kanzleien die Bewertung “TOP-Wirtschaftskanzlei” verliehen, davon 44 im Fachgebiet “Insolvenz, Restrukturierung, Sanierung”.

Auch die Focus “Top-Rechtsanwalt”-Liste basiert auf Befragungen. Hierzu wurden 23.970 Fachanwältinnen und Fachanwälte zu einer Befragung eingeladen, die zwischen dem 25.02. und 23.03.2019 stattfand. Zusätzlich seien die Empfehlungen und Vorjahresbewertungen eingeflossen, so Focus, um der kontinuierlich hohen Reputation gerecht zu werden.

 

 
 
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08.09.2019
EU-Restrukturierungsrichtlinie: NZI-Beilage befasst sich mit Restrukturierungsplan

Im Juni 2019 ist die sog. EU-Restrukturierungsrichtlinie in Kraft getreten. Das vor kurzem erschienene Beilageheft 1/2019 zur renommierten insolvenzrechtlichen Zeitschrift NZI – Neue Zeitschrift für Insolvenz- und Sanierungsrecht enthält über 30 Beiträge ausgewiesener Restrukturierungs- und Insolvenzrechtsexperten zur EU-Restrukturierungsrichtlinie. Unser Partner Dr. Matthias Hofmann zieht in seinem Beitrag einen Vergleich zwischen dem künftigen Restrukturierungsplan und dem Insolvenzplan.

Der deutsche Gesetzgeber muss die EU-Richtlinie bis Mitte des Jahres 2021 in deutsches Recht umsetzen. Das künftige Restrukturierungsverfahren und der Restrukturierungsplan werden insoweit die bisherigen Sanierungsinstrumente des Insolvenzrechts ergänzen. Hierzu unser Sozius Dr. Matthias Hofmann: “Der Restrukturierungsplan wird künftig eine  Lücke in solchen Fällen schließen, in denen sinnvolle außergerichtliche Sanierungen bislang an der fehlenden Zustimmung einzelner Minderheitsgläubiger gescheitert sind. Die insolvenzrechtliche Sanierung – insbesondere unter Nutzung von Eigenverwaltung und Insolvenzplan – bleibt trotzdem das Mittel der Wahl, wenn es um ganzheitliche operative und finanzielle Sanierung von Unternehmen gehen soll.”

Einzelheiten der Ausgestaltung des Restrukturierungsplans und Restrukturierungsverfahrens werden sich abschließend erst nach Ausgestaltung durch den deutschen Gesetzgeber bewerten lassen. Der Beitrag unseres Partners Dr. Matthias Hofmann ist im Portal beck-online unter folgendem Link abrufbar.

 
 
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26.08.2019
HLS-Unternehmensgruppe setzt Restrukturierung in Eigenverwaltung fort

Das Amtsgericht Augsburg hat auf den eigenen Antrag des Unternehmens am 14.08.2019 die vorläufige Eigenverwaltung über das Vermögen der HLS Engineering Group GmbH und der HLS Ingenieurbüro GmbH angeordnet. Die beiden Unternehmen werden von einem Team der Kanzlei SGP Schneider Geiwitz um Rechtsanwalt Christian Plail beraten.  Zum vorläufigen Sachwalter wurde unser Partner Dr. Matthias Hofmann bestellt. Zu den Kernaufgaben des (vorläufigen) Sachwalters gehören die Überwachung der Geschäftsführung und die beratende Begleitung der Sanierung und Eigenverwaltung im Interesse der Gläubiger.

Die HLS-Unternehmensgruppe, zu der weitere nicht insolvente Tochtergesellschaften in Deutschland, Tschechien und Vietnam gehören und die insgesamt etwa 330 Mitarbeiter beschäftigt, bietet Automobilherstellern und Anlagenbauern Engineering-Dienstleistungen mit einem Fokus auf der Planung von Anlagen im Karrosseriebau  an. Hintergrund der Insolvenz sind insbesondere Auftragsrückgänge angesichts der Krise der Automotive-Industrie. HLS strebt nunmehr eine Fortsetzung der bisherigen außergerichtlichen Restrukturierung im Eigenverwaltungsverfahren unter Einbindung neuer Investoren an. Hierzu der vorläufige Sachwalter Dr. Matthias Hofmann: “Gemeinsames Ziel der Geschäftsführung, des Beraterteams und meines Teams ist es, möglichst kurzfristig einen geeigneten Investor für die Unternehmensgruppe zu finden. Derzeit laufen bereits erste aussichtsreiche Gespräche.”

Weitere Einzelheiten können auch der Online-Ausgabe der Freie Presse entnommen werden (Link).

 
 
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13.08.2019
„Insolvenzverwalter-Ranking“ der Wirtschafts-Woche: Pohlmann Hofmann unter den „führenden Insolvenzkanzleien im ersten Halbjahr 2019“

In der Online-Ausgabe der Wirtschafts-Woche vom 06.08.2019 wird Pohlmann Hofmann erneut als eine der 30 bundesweit führenden Insolvenzverwalter-Kanzleien ausgemacht. Zu Grunde liegt die Zahl der im ersten Halbjahr eröffneten Unternehmens-Insolvenzverfahren, die STP Business Information im Auftrag des Magazins “WirtschaftsWoche” ausgewertet hat. In dem Beitrag wird Partner Rolf Pohlmann eigens erwähnt, der sich „mit seinen Münchner Kollegen um die eSports.com Aktiengesellschaft sowie 30 weitere Verfahren“ kümmerte. Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte liegt damit auf Platz 22 im bundesweiten „Ranking“ der meistbestellten Verwalterkanzleien. Unberücksichtigt in der Statistik blieben dabei jene Verfahren, in denen die Partner von Pohlmann Hofmann als Sachwalter Verfahren begleiteten, die in Eigenverwaltung nach § 270a InsO stattfinden. Dieser Bereich nimmt bei Pohlmann Hofmann einen immer größer werdenden Tätigkeitsumfang ein und hier werden die Rechtsanwälte Dr. Matthias Hofmann und Rolf Pohlmann immer häufiger angefragt.

 
 
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11.08.2019
Bundesgerichtshof urteilt zur Anfechtbarkeit von Zinszahlungen an Gesellschafter

In einem zur Veröffentlichung in der offiziellen Entscheidungssammlung BGHZ vorgesehenen Urteil hat der Insolvenzrechtssenat des Bundesgerichtshofs (BGH) weitere grundlegende Fragen der Insolvenzanfechtung im Zusammenhang mit Gesellschafterdarlehen geklärt (BGH, Urt. v. 27.06.2019 – IX ZR 167/18). Die Entscheidung, der die Klage einer Insolvenzverwalterin der Tochtergesellschaft einer Unternehmensgruppe gegen den Insolvenzverwalter der ebenfalls insolventen Muttergesellschaft zugrunde liegt, hat neben verschiedenen Fragen der Doppelinsolvenz von Tochter- und Muttergesellschaft vor allem auch die für jede Gesellschafterfinanzierung äußerst relevante Frage nach der Anfechtbarkeit von Zinszahlungen geklärt.

Demnach unterliegt die Zahlung von Zinsen auf ein Gesellschafterdarlehen dann nicht der Insolvenzanfechtung gemäß § 135 InsO, wenn die Zinsen in marktüblicher Höhe und zu marktüblichen Zinsterminen gezahlt wurden. Zur Begründung führt der BGH insbesondere aus, dass Darlehensrückzahlungen dem Unternehmen Beträge entziehen, die Finanzierungsfunktion haben, während es sich bei den Zinszahlungen – sofern marktüblich – gerade um das Entgelt für die Überlassung der Darlehensmittel handelt, so dass für die Begleichung von Zinsen nichts anderes gelten könne wie im Fall von Mietzahlungen zu marktüblichen Bedingungen. Die Entscheidung schafft damit in diesem Punkt jedenfalls teilweise Rechtsklarheit für Insolvenzverwalter und für Gesellschafter insolventer Unternehmen, wobei naturgemäß die Frage der Marktüblichkeit und auch die Anfechtbarkeit nach anderen Rechtsnormen, z.B. § 133 InsO, im Einzelfall zu beurteilen sein wird.

Die Entscheidung ist sowohl für die Praxis der Insolvenzverwaltung, als auch für die Beratungspraxis von erheblicher Relevanz. Die vollständige Entscheidung ist unter diesem Link abrufbar.

Beitragsbild: © nitpicker/Shutterstock.com