Automobilbranche (Automobilzulieferer, Autohändler)

 
 

ACTANO GmbH

ACTIO – LEASING GmbH & Co. Autovermietungs KG

Air Dardania GmbH

Autohaus Eitel GmbH & Co. KG

Autohaus Friesenegger GmbH

Autohaus Maier GmbH

Autohaus Morigl GmbH

pohlmann-hofmann-insolvenzverwalter-referenz-autohaus-moriglFirmensitz: Germering (LKr. Fürstenfeldbruck)
Branche: KFZ-Handel und Vertragswerkstatt
Gericht: Amtsgericht München
Geschäftszeichen: 1508 IN 2112/11
Eröffnungsdatum: 30.08.2011
Verwalter: Rolf G. Pohlmann
Status: eröffnetes Insolvenzverfahren
Quote: bis zu 10 v.H.

Das Autohaus Morigl war über 50 Jahre eines der größten Volkswagen- und Audi-Autohäuser im Münchner Westen. Im Juni 2011 musste der Geschäftsführer Insolvenzantrag stellen. Laut Sachverständigengutachten bestand eine Liquiditätslücke in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro.
 
Wir haben den Betrieb seit Verfahrenseinleitung fortgeführt. Dabei war die Ausgangssituation anfangs nicht gerade günstig: Die Pachtverträge für die Betriebsimmobilien waren bereits gekündigt und die Verpächterin verlangte deren Herausgabe. Zudem war die Geschäftsbeziehung zwischen dem Autohaus und der Verpächterin auf der persönlichen Ebene erheblich belastet gewesen. Volkswagen hatte die Händler- und Serviceverträge gekündigt, die Lieferwege für die Ersatz- und Zubehörteile abgeschnitten und offen gelassen, ob am Standort Germering künftig wieder ein Händlervertrag vergeben würde.
 
Wir haben mit einem schlagkräftigen Team schon im vorläufigen Insolvenzverfahren alle denkbaren Sanierungsoptionen geprüft, von der Eigensanierung bis hin zu einem Verkauf an einen Investor. Nach vielen Gesprächen und einer genauen Analyse der Situation sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass wir eine echte Sanierungs-Chance nur haben, wenn wir den Betrieb maßgeblich verkleinern. In Übereinkunft mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft wurde der Betrieb flächenmäßig quasi „halbiert“. Dabei mussten auch 14 der zu diesem Zeitpunkt noch 52 Beschäftigten im Rahmen eines verhandelten Interessenausgleichs mit Sozialplan gekündigt werden. So ist es schließlich nach weiteren Restrukturierungsmaßnahmen gelungen, den Betrieb zu sanieren und an einen Mitbewerber zu verkaufen, der Autohaus heute wieder als modernes Volkswagen-Verkaufs- und Servicehaus fortführt. Der Betriebsrat der Autohaus Morigl sprach angesichts der Insolvenzsituation von einer Ideallösung.

 

Dago Trans GmbH

IEBS Autohandels GmbH (International Easy Buy and Sell)

Intertruck GmbH

Italo – Expo Kfz.-Handels GmbH

Jami GmbH Internationale Spedition

JTL Jelencic Transport Logistik GmbH

M-S Trans GmbH

Michl Service GmbH

Running Mate GmbH (vormals: W.E.T. Beteiligungs GmbH)

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Firmensitz: Odelzhausen
Branche: Automobilindustrie
Gericht: Amtsgericht München
Geschäftszeichen: 1506 IN 2658/09
Arbeitnehmer im Konzern: 6.200
Status: aufgehobenes Insolvenzverfahren
Quote (§ 38 InsO): 100 %

Die Running Mate GmbH, vormals W.E.T. Beteiligungs GmbH, war die Mehrheitsgesellschafterin der börsennotierten W.E.T. Automotive Systems AG. der Weltmarktführerin für Autositzklimatisierung. Gesellschafterin der Schuldnerin war – über weitere zwischengeschaltete Gesellschaften – eine Private-Equity-Investmentgesellschaft mit Sitz in London. Aufgrund verschiedener wirtschaftlicher Entwicklungen, vor allem aber aufgrund der im Oktober 2008 einsetzenden Finanzkrise, die die Automobilindustrie besonders schwer traf, sank der Börsenkurs der W.E.T. -Aktien rapide. Das Aktienvermögen der Schuldnerin verlor durch diese Entwicklung drastisch an Wert, was zur Überschuldung der Gesellschaft führte. In einem sehr aufwändigen und unter großem zeitlichem Druck stehenden Investorenprozess unter intensiver Beteiligung der Banken und  der Mezzanine-Darlehensgeber konnte die Aktienbeteiligung der Schuldnerin an der W.E.T. Automotive Systems AG  schließlich sachgerecht verkauft werden, so dass die Krise der W.E.T. Automotive Systems AG schon im Ansatz abgewendet und das Unternehmen bewahrt werden konnte. Dabei wurden mit allen Beteiligten eine äußerst kreative und sachgerechte Lösung entwickelt, wie die “normalen” Insolvenzgläubiger in voller Höhe befriedigt werden können. Ein sehr erfolgreiches Insolvenzverfahren!

Schiffahrtsgesellschaft MS “TAURUS BETA” mbH & Co. KG

Schneid Werkzeug- und Maschinenbau GmbH

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Firmensitz: München
Betriebsstätten: Gilching und Eresing
Branche: Automobilindustrie
Gericht: Amtsgericht München
Geschäftszeichen: 1506 IN 2152/09
Arbeitnehmer: 40
Status: eröffnetes Insolvenzverfahren
Quote: 85% – 95%

Am 30.12.2008 verkaufte der Unternehmer und Geschäftsführer Hans Schneid seinen Betrieb im Alter von 65 Jahren an einen Mitarbeiter des Unternehmens. Noch am Abend desselben Tages verstarb der Firmengründer völlig überraschend. Der Kaufvertrag wurde noch im Januar 2009 rückabgewickelt und die Witwe des verstorbenen Unternehmers wurde als Notgeschäftsführerin eingesetzt. Fehlende persönliche Kundenkontakte, Schwierigkeiten bei der Kalkulation und vor allem die damalige Wirtschaftskrise ließen die Umsätze und Auftragszahlen rapide einbrechen. Der Betrieb stand vor dem Aus. Wir nahmen das Ruder in die Hand, konnten die Wideraufnahme der Belieferung des Unternehmens sicherstellen und bei den Kunden für weitere Auftragsplatzierungen sorgen. Der Betrieb kam wieder in ruhigeres Fahrtwasser. Gleichzeitig suchten wir mit Hochdruck nach passenden Investoren, schalteten Anzeigen in internationalen Fachzeitschriften und übermittelten Exposés an unsere Verteiler und recherchierten Mitbewerber. Interessenten gab es, doch sie sprangen ab. Trotz aller Fehlschläge glaubten wir an den Fortbestand des Unternehmens und stellten den Betrieb nicht ein, sondern führten ihn über Monate fort. Dabei konnten die Umsätze wieder gesteigert und Kundenbeziehungen erneuert werden. Die Strukturen und Funktionen im Betrieb wurden geordnet, die Angebotskalkulation angepasst und eine Interimsmanagerin integriert. Es mussten aber auch Mitarbeiter entlassen werden, weil die Personalkosten die Umsätze vollständig aufzehrten. Schließlich fand sich mit einem deutsch-niederländischen Mitbewerber doch noch der „perfekte” Investor, ein ansprechender Kaufpreis konnte zur Masse vereinnahmt werden und Schneid wurde samt des Großteils der Arbeitsplätze gerettet. Die Gläubiger können in dem Insolvenzverfahren – auch dank umfangreicher Haftungs- und Anspruchsdurchsetzung gegen verschiedene Beteiligte mit Klagen bis vor den Bundesgerichtshof – mit einer Quote nahe einer Vollbefriedigung rechnen.

Truckunion Internationale Spedition & Logistik Ltd.