News/Presse

 
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28.02.2017
Finanzberatung Günther Hallmeier e.K.: Insolvenzverfahren eröffnet

Auf Antrag der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wurde im Februar 2017 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Finanzberatung Günther Hallmeier e.K. eröffnet und Rechtsanwalt Dr. Matthias Hofmann zum Insolvenzverwalter bestellt. Die BaFin hatte  im Oktober 2016  Insolvenzantrag gestellt, nachdem Unregelmäßigkeiten im Rahmen der Anlageberatung und Anlagevermittlung des Instituts festgestellt worden waren. Parallel hierzu hatte die Staatsanwaltschaft München II sämtliche Vermögenswerte zugunsten der Gläubiger des Instituts gesichert.

Bereits im November 2016 hat die BaFin zudem den Entschädigungsfall im Sinne des Anlegerentschädigungsgesetzes festgestellt, so dass geschädigte Anleger die Möglichkeit haben, Entschädigungen bei der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen EdW zu beantragen. Nähere Informationen können Anleger der Internetseite der EdW entnehmen (vgl. Link).

Der Insolvenzverwalter Dr. Hofmann bereitet derzeit die Klärung des Umfangs der Schulden des Instituts und zum anderen die Verwertung des Vermögens des Instituts und seines Inhabers Günther Hallmeier vor. Der Berichtstermin, in dem die Gläubiger über den aktuellen Verfahrensstand informiert werden, wurde vom Insolvenzgericht auf den 11.05.2017 bestimmt.

 
 
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09.02.2017
Bundesfinanzhof kippt Sanierungserlass – Sanierungen vorerst erheblich erschwert

Der Große Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat den sog. „Sanierungserlass“ des Bundesfinanzministeriums (BMF) vom 07.03.2003 (Gz. IV A 6 S-2140-8/03, BStBl I 2003, 240; ergänzt durch das -01, BStBl I 2010, 18) für rechtswidrig erklärt (Gz. GrS 1/15). Die Finanzverwaltung habe mit dem Sanierungserlass ihre Kompetenzen überschritten, derartige Regelugen könne nur der Gesetzgeber treffen.

Bei den meisten Unternehmenssanierungen verzichten die Gläubiger auf einen Teil der ihnen zustehenden Forderungen. Dieser Verzicht führt zu einem grundsätzlich steuerpflichtigen Bilanzgewinn („Sanierungsgewinn“), so dass aufgrund des Forderungsverzichts neue (Steuer-) Forderungen entstehen, die eine Sanierung in den meisten Fällen von vorne herein unmöglich machen würden Um dieses unzweckmäßige Ergebnis zu vermeiden, hatte das Bundesfinanzministerium in dem Sanierungserlass festgelegt, dass unter bestimmten Voraussetzungen der Sanierungsgewinn erlassen wird. Diese Regelung war insbesondere im Insolvenzplanverfahren von entscheidender Bedeutung und machte Sanierungen im Insolvenzverfahren vielfach erst möglich.

Der BFH hat nun entschieden, dass ein Steuererlass durch die Finanzverwaltung nur aufgrund einer konkreten Einzelfallprüfung möglich ist, und eine abstrakte Regelung zum Erlass von Steuern auf Sanierungsgewinne nur durch den Gesetzgeber getroffen werden könne.

Die Entscheidung wird Unternehmenssanierungen künftig erheblich erschweren und vielfach sogar ganz unmöglich machen. Das ist vor allem aus Sicht der Gläubiger eines Insolvenzschuldners misslich, denn die Insolvenz ist fast immer mit einer (erheblichen) Abwertung der Forderung zu rechnen, indes können im Rahmen von Sanierungsverfahren in aller Regel weitaus höhere Quoten zu Gunsten der Gläubiger realisiert werden, als wenn das Unternehmen mangels Sanierungsoption etwa zerschlagen werden muss. Es bleibt nun zu hoffen, dass der Gesetzgeber rasch reagiert, um Sanierungen insbesondere in der Insolvenz wieder zu fördern. Bis dahin wird in geeigneten Fällen zu prüfen sein, inwieweit die vom BFH geforderte Einzelfallprüfung durch die Finanzverwaltung zu zweckmäßigen Ergebnissen führen kann oder eine Sanierung „übertragend“ mittels eines „Asset-Deal“ stattfinden kann, denn hierbei kommt es nicht zu einem Sanierungsgewinn.

 
 
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08.02.2017
Autobranche steht vor Umbruch – Insolvenzen absehbar

Die Automobilindustrie steht vor einem disruptiven Wandel. Die politisch und ökonomisch immer mehr gewollte Elektromobilität macht Entwicklung und Produktion hochkomplexer Verbrennungsmotoren und vieler Bauteile zunehmend überflüssig. Daneben verändern Digitalisierung und autonomes Fahren die Bedürfnisse der Kunden und schaffen damit unter Umständen womöglich sogar gänzlich neue Märkte. Damit geht für die deutschen Autobauer und deren Zulieferer, die sich traditionell vor allem auch über die Fortentwicklung leistungsfähiger Verbrennungsmotoren definieren und messen, eine ganz erhebliche Branchenveränderung mit einher, die nach Einschätzung der Arbeitsgemeinschaft Insolvenz und Sanierung im Deutschen Anwaltverein (DAV) in Deutschland 100.000 Arbeitsplätze kosten könnte. Alle Unternehmensbereiche und Zulieferer, die für alternativ angetriebene Kraftfahrzeuge nicht gebraucht werden, sollten sich andere Einnahmequellen suchen, sagte Martin Prager, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft am 08.02.2017 in München.

 
 
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15.12.2016
Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter bundesweit unter den “TOP 30″ Verwalterkanzleien

Das Branchenmagazin “INDAT-Report” hat in seiner Dezember-Ausgabe die Unternehmensinsolvenzen im Zeitraum Januar bis Oktober 2016 analysiert. Demnach gehören die Verwalter von “Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter” erneut zu den “TOP 30″ der bundesweit meistbestellten Verwalterkanzleien in Unternehmensinsolvenzen. Die Kanzlei belegt Platz 19 im bundesweiten Ranking. In Bayern hat die Kanzlei im selben Zeitraum die drittgrößte Anzahl an Unternehmensinsolvenzen neu zu bearbeiten gehabt. “In Bayern gab es insgesamt 18,3 % weniger Unternehmensinsolvenzen. Das ist volkswirtschaftlich erfreulich und der guten Konjunktur geschuldet. Aber auch das derzeit noch niedrige Zinsniveau und entsprechend günstige Finanzierungskosten sorgen für weniger Insolvenzen. Ich freue mich aber auch darüber, dass wir trotz dieser erheblichen Rückgänge weiterhin sehr gut zu tun haben und sehe darin die hohe Akzeptanz unserer Kanzlei bei den Gerichten und den Gläubigern bestätigt.”, sagt Partner Rolf Pohlmann.

 
 
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14.12.2016
Primcogent Solutions GmbH: Gläubiger erhalten 50 % Vorabausschüttung

Im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Primcogent Solutions GmbH konnte der Insolvenzverwalter Dr. Matthias Hofmann nunmehr eine Abschlagsverteilung i.H.v. 50 v.H. der festgestellten Forderungen vornehmen. Die Primcogent Solutions GmbH war bis 2013 europaweit im Vertrieb von Medizintechnik tätig. Die nunmehr zur Verteilung gekommenen Mittel stammen zum einen aus Insolvenzanfechtung und zum anderen aus dem Einzug von Forderungen gegen spanische und portugiesische Kunden der Primcogent Solutions GmbH.

 
 
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09.12.2016
MS “TAURUS BETA”-Gläubiger erhalten 100% Quote

Über das Vermögen des Schiffsfonds MS “TAURUS BETA” mbH & Co. KG, der Eigentümer des in internationalen Gewässern unter panamesischer Flagge eingesetzten Containerschiffs “MOL AMAZONIA” war, wurde im November 2013 das Insolvenzverfahren eröffnet. Insolvenzverwalter Rolf Pohlmann hat nun mitgeteilt, dass das Insolvenzverfahren nunmehr, bereits drei Jahre später, kurzfristig aufgehoben werden wird. Mit der Hauptgläubigerin, einer deutschen Großbank, sei eine Vereinbarung getroffen worden, wonach diese im Rang hinter den übrigen Insolvenzgläubigern zurücktrete. “Auf diese Weise erhalten die übrigen ungesicherten Insolvenzgläubiger eine für Verfahren dieser Größenordnung wahrscheinlich nahezu einmalige Quote von 100% auf ihre Forderungen ausgeschüttet” so Pohlmann. Die Quotenzahlungen würden derzeit bereits vorgenommen. Die Summe der im Verfahren festgestellten Forderungen beläuft sich auf rd. EUR 20,8 Mio.

 
 
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07.12.2016
Vural Öger: Insolvenzverfahren eröffnet

Der zuletzt als Investor des TV-Formats „Die Höhle der Löwen“ einem größeren Publikum bekannt gewordene deutsch-türkische Unternehmer Vural Öger ist insolvent. Nach den Insolvenzen seiner deutschen Gesellschaften V. Ö. T. Travel GmbH und Fly Türk GmbH, der früheren Öger Türk Tur GmbH, musste der Unternehmer nunmehr auch für sein Privatvermögen Insolvenz anmelden, nachdem bereits zuvor eine Bank Insolvenzantrag gegen ihn gestellt hatte. Das Amtsgericht München hat den Insolvenz- und Sanierungsspezialisten Dr. Matthias Hofmann zum Insolvenzverwalter bestellt. Das Insolvenzverfahren, das angesichts verschiedener Anknüpfungspunkte zur Türkei auch internationalen Bezug aufweist, wird sich insbesondere auf die Prüfung von Anfechtungsansprüchen gemäß §§ 129 ff. InsO konzentrieren.

Die anlässlich der Verfahrenseröffnung veröffentlichte Pressemitteilung steht hier zur Verfügung.

 
 
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14.11.2016
AQENSIS-Insolvenzverwalter verteilt EUR 750.000

Im Insolvenzverfahren über das Vermögen der AQENSIS GmbH konnte der Insolvenzverwalter Dr. Matthias Hofmann nunmehr eine Abschlagsverteilung i.H.v. EUR 750.000,00 und damit i.H.v. rund 21 v.H. der festgestellten Forderungen vornehmen. Die AQENSIS GmbH war bis 2012 als Importeurin und Großhändlerin für Getränke tätig und handelte insbesondere mit italienischem Mineralwasser. Das Team von Pohlmann Hofmann konnte in den vergangenen vier Jahren insbesondere durch die Prüfung und Realisierung von Anfechtungsansprüchen gemäß §§ 129 ff. der Insolvenzordnung erhebliche Beträge zur Insolvenzmasse zurückholen, die zuvor in gläubigerbenachteiligender Weise an einzelne Gläubiger geflossen waren. Ein erster Teil der so für alle Gläubiger realisierten Quote wurde nunmehr ausgeschüttet.

 
 
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25.07.2016
Berggasthof am Roßkopf verkauft

Wie der Insolvenzverwalter im Verfahren “Verein Polizeiheim Spitzingsee e.V.” (AG München, Gz. 1506 IN 2552/14) erst heute bekannt gab, konnte ein Käufer für das ehemalige Vereinsheim und die Gaststätte Berggasthof am Roßkopf am Spitzingsee gefunden werden. Die Umschreibung im Grundbuch erfolgte bereits am 16.06.2016. “Ich freue mich sehr, dass unsere langwierigen Verkuafsbemühungen zum Erfolg geführt haben und die Immobilie zu einem sachgerechten und aus Sicht der Gläubiger erfreulichen Preis an einen Privatinvestor verkauft werden konnte”, sagt Insolvenzverwalter Pohlmann. Zuletzt hätten zwei attraktive Kaufangebote vorgelegen, nachdem zunächst über einen langen Zeitraum gar kein ernsthafter Kaufinteressent habe gefunden werden können und sogar erwogen worden sei, das Objekt für eine Zwischenzeit als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen. Den Zuschlag erhielt schließlich ein Ehepaar aus München, die mit der Region um Miesbach verwurzelt sind. Geplant sei, die Immobilie zu sanieren und dann primär privat zu nutzen, aber auch Gästezimmer zu vermieten.

 
 
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28.04.2016
Pohlmann Hofmann meistbestellte Verwalterkanzlei in Bayern

Das Branchenmagazin “INDAT-Report” hat in Heft 03_2016 die Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal 2016 analysiert. Demnach wurden die Verwalter von “Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter” in diesem Zeitraum bayernweit am häufigsten von den Gerichten bestellt. Bundesweit belegt die Kanzlei in diesem Zeitraum – wie schon im Gesamtjahr 2015 – Platz 17 der meistbestellten Verwalterkanzleien in Unternehmensinsolvenzen. Namenspartner Rolf Pohlmann sieht in diesen Zahlen die hohe Akzeptanz der Kanzlei bestätigt: “Ich freue mich sehr, dass wir im zehnten Jahr des Bestehens unserer Kanzlei weiterhin diese Anerkennung seitens der Gerichte genießen. Wir werden uns auf diesen Zahlen aber nicht ausruhen, sondern  aktiv an einer stetigen Verbesserung unserer Ergebnisse und Arbeitsabläufe weiterarbeiten, damit wir Gerichte, Gläubiger, aber auch die Schuldnerunternehmen selbst weiter von der hohen Qualität unserer Leistungen überzeugen.”