News/Presse

 
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10.11.2017
BFH: Besteuerung von Sanierungsgewinnen in Altfällen wieder offen

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat sich in zwei kürzlich veröffentlichten Entscheidungen vom 23.08.2017 (Gz. I R 52/14 u.a.) erneut mit der Besteuerung von Sanierungsgewinnen befasst. Der BFH lehnt insoweit auch das BMF-Schreibens vom 17.04.2017 wegen Verstoßes gegen den Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung als rechtswidrig ab, welches als Verwaltungsanweisung in Altfällen aus der Zeit vor der Veröffentlichung der Entscheidung des Großen Senats des Bundesfinanzhofs am 08.02.2017 (Beschl. v. 28.11.2016 – GrS 1/15) eine Anwendung des vom BFH für rechtswidrig erklärten BMF-Schreibens aus dem Jahr 2003 zum sog. Sanierungserlass vorsah. Die Rechtslage für Sanierungsgewinne aus Altfällen ist damit weiterhin bzw. wieder offen.

Die aktuelle Entscheidung stellt die Sanierungspraxis vor große Herausforderungen, da in sämtlichen Altfällen, in denen keine verbindliche Auskunft des Finanzamts vorliegt, erhebliche Steuerlasten drohen können. Hierzu unser Partner Dr. Matthias Hofmann: “So sehr die Entscheidung des BFH rechtlich und dogmatisch nachvollziehbar ist, so zeigt sie doch ein weiteres Mal die gravierenden Folgen des Fehlens eines Sanierungssteuerrechts. Betroffenen Unternehmen kann man nur empfehlen, einen Steuererlass im Wege einer Einzelfallentscheidung nach der Abgabenordnung zu  beantragen und – falls dies scheitert – den Weg in eine neue Restrukturierung zu gehen, z.B. im Rahmen der Eigenverwaltung und des Insolvenzplans.”

 
 
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15.10.2017
Statistik: 16% Quote auf unbesicherte Forderungen

Rolf Pohlmann, Partner der Insolvenzverwalterkanzlei Pohlmann Hofmann gibt die Quote, die auf unbesicherte Insolvenzforderungen in den von ihm verwalteten Verfahren entfällt, mit 15,39 Prozent an. Das bedeutet, dass ein Insolvenzgläubiger im Schnitt auf 100 Euro offen gebliebene Forderung in den von Pohlmann betreuten Verfahren bei Verfahrensabschluss immerhin EUR 15,39 erhält. Ausgewertet wurden alle im Zeitraum 01.01.2015 bis 31.12.2016 abgeschlossene Insolvenzverfahren. Die Quote, die dabei auf Unternehmensinsolvenzen entfiel, beläuft sich auf 16,0%; bei Kapitalgesellschaften (GmbHs, AGs etc.) erhielten die Gläubiger im Durchschnitt eine Quote von 16,94%. Die Quote in den Insolvenzverfahren über das Vermögen natürlicher Personen belief sich auf 11,96%.

“Eine Insolvenzquote bei Unternehmensinsolvenzen von 16 % ist ein deutlich überdurchschnittlicher Wert”, so Pohlmann. Er kann sich dabei auf die jüngste Pressemitteilung (Nr. 162) des statistischen Bundesamtes vom 17.05.2017 stützen, wonach sich die durchschnittliche Insolvenzquote bei Unternehmensinsolvenzen auf lediglich 3,9% beläuft und bezogen auf alle Insolvenzverfahren sogar nur auf 2,2 %. Dabei dürfe nicht übersehen werden, dass eine nicht unbedeutenden Zahl von Insolvenzverfahren letztlich nur unter Ordnungsgesichtspunkten betrieben würde , in denen die Gläubiger gar keine Quote erhielten . “Diese überdurchschnittliche Quote belegt die Qualität der Arbeit unserer Kanzlei”, so Pohlmann weiter. “Wir werden uns aber auf diesen Zahlen nicht ausruhen, sondern weiter kontinuierlich an einer Verbesserung der Quotenergebnisse für die Gläubiger arbeiten.”

 
 
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10.10.2017
Insolvenzverwalter kehrt 15 Mio. Euro an Gläubiger aus

Rolf Pohlmann, Insolvenzverwalter über das Vermögen einer Gesellschaft, die im CO2-Zertifikatehandel tätig war, hat eine zweite Abschlagsverteilung an die Gläubiger vorgenommen. Zur Auszahlung kam ein Volumen i.H.v. insgesamt EUR 15 Mio.  Die Gesellschaft bzw. deren Hintermänner stehen im Verdacht, mittels des Zertifikatehandels an einem groß angelegten Umsatzsteuer-Karussell beteiligt gewesen zu sein und so Umsatzsteuern in dreistelliger Millionenhöhe hinterzogen zu haben.  Hauptgläubiger in dem Verfahren ist der Fiskus. Insgesamt sind in dem Verfahren Forderungen i.H.v. rd. EUR 77 Mio. zur Tabelle festgestellt.

 
 
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08.10.2017
Wirtschaftslage gut – Unternehmensinsolvenzen weiterhin rückgängig

Wie aus der Ausgabe 07/2017 des Branchenmagazins “INDat-Report” hervorgeht, ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen bei Kapital- und Personengesellschaften weiterhin rückgängig. Im Zeitraum Januar bis August 2017 wurden demnach insgesamt 5.433 solcher Unternehmensinsolvenzverfahren eröffnet. Das sind 5,50% weniger, als im Vorjahr. Ähnlich verhält sich der Rückgang bei den Unternehmensinsolvenzen natürlicher Personen. Hier war mit insgesamt 13.581 eröffneten Insolvenzverfahren im Zeitraum Januar bis August 2017 ein Rückgang von 5,05% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Ursächlich hierfür dürfte die weiterhin gute konjunkturelle Wirtschaftslage sein, bei einem immer noch extrem niedrigen Zinsniveau.

 
 
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01.08.2017
Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter erneut bundesweit unter den “TOP 30 Kanzleien”

Am 26. Juli 2017 ist die neueste Ausgabe des Branchendienstes “INDat” erschienen, die die aktuelle Verfahrensstatistik aller Unternehmensinsolvenzverfahren des ersten Halbjahres 2017 enthält. Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter ist erneut in der bundesweiten “TOP 30 Kanzleien”-Statistik und zwar auf Rang 13. Demnach wurden die Verwalter der Kanzlei im ersten Halbjahr in 40 Unternehmensinsolvenzen zu Insolvenzverwaltern bestellt. In der bundesweiten “TOP 300 Verwalter”-Liste rangiert Rechtsanwalt Rolf Pohlmann auf Rang 12, Rechtsanwalt Dr. Matthias Hofmann auf Platz 48 und Rechtsanwalt Dr. Björn Hellfeld auf Platz 81.

Partner Rolf Pohlmann freut sich über die Platzierung der Kanzlei: “Der Eingang in die TOP 30 Liste belegt für mich nicht mehr, aber auch nicht weniger, als dass unsere Arbeit von den Gerichten und Gläubigern geschätzt und anerkannt wird. Das ist uns Anerkennung, aber zugleich auch Anreiz, die Bearbeitung der uns anvertrauten Verfahren weiter zu optimieren.”

 
 
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26.06.2017
Selfmade – NCI – dima24 – Euro Grundinvest: Informationsseite aktualisiert

Für Gläubiger und Anleger der Firmen um den Unternehmer Malte Hartwieg, namentlich der Selfmade-, der NCI New Capital Invest-, der dima24.de- und der Euro Grundinvest-Gruppe besteht eine Sonder-Informationsseite unter www.pohlmannhofmann.de/selfmade. Diese Seite wurde mit Stand 15.06.2017 grundlegend aktualisert.

 
 
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14.06.2017
Führende europäische Stock Footage Agentur Framepool AG, München gerettet

RightSmith Inc., Los Angeles erwirbt die Framepool AG aus der Insolvenz im Rahmen eines Asset Deals und führt den Geschäftsbetrieb mit allen Mitarbeitern uneingeschränkt fort

Rechtsanwalt Rolf G. Pohlmann von der Kanzlei Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte Partnerschaft konnte den laufenden Geschäftsbetrieb der Framepool AG, München im Rahmen einer übertragenden Sanierung veräußern und sämtliche Arbeitsplätze in München und bei den Auslandstöchtern sichern.

Die Framepool AG mit Hauptsitz in München sowie Tochtergesellschaften in Paris, London und New York sowie Los Angeles ist der führende europäische Anbieter von hochwertigem Rights Managed Footage (ungeschnittenen Filmclips) mit einer vollintegrierten Video Content-Datenbank, die es erlaubt, hochauflösende Videoaufnahmen in Master Quality abzulegen, zu markieren und online zu beziehen (Storage – Tagging – Retrieval). Seit der Gründung in 2001 hat die Framepool eine führende Datenbankinfrastruktur aufgebaut, sowie ein Stock Footage Portfolio von rund einer Million Beiträgen von über 800 internationalen Lizenzgebern exklusiven Film Contents eingesammelt, das an über 3.500 Bestandskunden vertrieben wird.

Trotz des schwierigen Marktumfelds in der Filmindustrie gelang es der vorläufigen Insolvenzverwaltung gemeinsam mit dem Vorstand und den Mitarbeitern den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und uneingeschränkt fortzuführen und somit die Grundlage für die Einleitung eines weltweiten, strukturierten Investorenprozesses zu schaffen. Die weltweit tätige RightSmith Group, mit Niederlassungen in Japan, Australien und England, erhielt den Zuschlag. Der Geschäftsbetrieb wurde rückwirkend zum 01. Juni 2017 auf die neu gegründete deutsche Tochtergesellschaft, die Framepool RS GmbH, übertragen und übernimmt rund 95% des Footage-Bestandes und der Lizenzverträge.

ACXIT Recovery Management begleitete als exklusiver M&A Berater die Transaktion.

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ÜBER Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte

Die Pohlmann Hofmann Insolvenzverwalter Rechtsanwälte sind mit aktuell 19 Berufsträgern und einem über 50-köpfigen Team eine der führenden Insolvenzverwalterkanzleien im süddeutschen Raum. Ihre Partner Rolf G. Pohlmann, Dr. Matthias Hofmann und Dr. Björn Hellfeld sind ausschließlich als Insolvenzverwalter und Insolvenzgutachter sowie bei angeordneter Eigenverwaltung nach dem ESUG als Sachwalter tätig. Schwerpunkte bilden Restrukturierungs- und Sanierungsmaßnahmen in Insolvenzverfahren bei Unternehmen mit laufendem Geschäftsbetrieb, die Abwicklung von Insolvenzverfahren mit komplexen Rechtsproblemen sowie Kriminal- und Konfliktinsolvenzen. (www.pohlmannhofmann.de)

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ÜBER ACXIT RECOVERY MANAGEMENT

ACXIT Recovery ist eine unabhängige – zu ACXIT Capital Partners gehörende – Beratungsgesellschaft für Distressed Mergers & Acquisitions. Für mittelständische Unternehmen und Insolvenzverwalter entwickelt und strukturiert ACXIT Recovery maßgeschneiderte Lösungen und Transaktionen. Die Managing Partner von ACXIT Recovery haben in den letzten acht Jahren insgesamt über 100 Transaktionen in Restrukturierungs- und Insolvenzsituationen erfolgreich verantwortet.

 
 
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03.05.2017
Bessere Entschädigung von Opfern einer Straftat durch Insolvenzverfahren

Am 01.07.2017 tritt das Gesetz zur Reform der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung in Kraft.

“Verbrechen soll sich nicht lohnen”, lautet ein verbreiteter Leitsatz. In der Praxis lief dieser Satz häufiger ins Leere, denn Vermögen bei Straftätern abzuschöpfen und insbesondere deren Opfer hieraus zu entschädigen, war mit viel Bürokratie und komplexen Anforderungen verbunden. Das will das am 01.07.2017 in Kraft tretende Gesetz nun ändern. Die Vermögensabschöpfung durch “Einziehung” soll verfahrensrechtlich erheblich vereinfacht werden. Dazu gehört auch ein gänzlich neues Insolvenzantragsrecht des Staatsanwalts. Er soll künftig Insolvenzantrag gegen den Täter stellen, wenn es mehrere Geschädigte gibt und der Wert des von ihm zu Gunsten der Geschädigten gesicherten Vermögens nicht ausreicht, um alle Geschädigten zu befriedigen. Hierdurch wird der aktuelle und oft kostspielige “Wettlauf” der Geschädigten um die beste Position bei der Vemögenssicherung durch ein für die Geschädigten sehr günstiges, gerechtes und transparentes Verfahren ersetzt.

 
 
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02.05.2017
Geobuch: Acht Jahre nach Rettung aus der Insolvenz schließt Geobuch nun doch

Im März 2009 hatte der damalige Inhaber der renommierten Buchhandlung GEOBUCH am Münchner Viktualienmarkt Insolvenzantrag gestellt. Die Ladenfläche war zu groß, die Personalkosten liefen völlig aus dem Ruder, die Umsätze waren seit Jahren rückläufig. Damals fand Insolvenzverwalter Rolf Pohlmann, nach großer Anstrengung, noch einen Investor, trotz des damals schon überall ersichtlichen Rückgangs des Sortiment-Buchhandels, dem u.a. Online-Verkäufer den Markt abliefen. In Kombination mit einem Reisebüro und weiterer Spezialisierug schien GEOBUCH sanierungsfähig. Heute, acht Jahre später, ist das endgültige Aus von GEOBUCH gewiss. Ende Mai 2017 wird GEOBUCH nach Informationen der Süddeutschen Zeitung seine Ladentüren für immer schließen. Zu hohe Mieten im Rosental seien verantwortlich. Die Vermieterin will das Ladenlokal dem Presseartikel zur Folge wieder für den “klassischen Einzelhandel” nutzbar machen.

 
 
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24.04.2017
TV- und Filmindustrie: Framepool soll saniert werden

Die Münchner ‚framepool Aktiengesellschaft‘, einer der weltweit führenden Anbieter von Filmmaterial mit Tochtergesellschaften in Frankreich, Großbritannien und den USA steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Vorvergangene Woche stellte das Unternehmen Insolvenzantrag beim Amtsgericht München. „Diese Entscheidung erfolgte nach reiflicher Überlegung und sie ist uns nicht leicht gefallen” betont CEO Dr. Stephan Bleek. Das Insolvenzgericht hat den Münchner Rechtsanwalt Rolf G. Pohlmann zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, der schon mehrere Insolvenzen im Film- und Medienbereich betreut hat. Unter seiner Aufsicht wird der Betrieb nun fortgeführt. Das Unternehmen soll auf Sanierungskurs gebracht werden. Hierfür sieht Pohlmann gute Chancen. Gemeinsam mit dem Vorstand sucht Pohlmann nun nach einem Investor.

Framepool ist neben den US-amerikanischen Unternehmen Getty Images oder Shutterstock einer der führenden Anbieter von ‚Stock Footage‘, der Archivierung und dem Vertrieb von ungeschnittenem Filmmaterial, das in Fernsehbeiträgen, Spielfilmen oder Werbefilmen zum Einsatz kommt. Der Vertrieb des Filmmaterials und auch von Fotos erfolgt vor allem über den Online-Shop unter ‚www.framepool.com‘, über den die Masterfilme in maximaler Qualität – HD, 4k, UltraHD; 6k, RM und RF – online lizenziert und heruntergeladen werden können.

„Framepool ist mit seinem Knowhow und dem innovativen Geschäftskonzept einer der führenden Anbieter in einem stetig expandieren Marktumfeld” sagt Pohlmann. „Allerdings hat die Marktdominanz vor allem eines Anbieters, verbunden mit einem starken Preis- und Verdrängungswettbewerb, es bislang verhindert, dass Framepool Renditen erwirtschaften konnte”, so der vorläufige Insolvenzverwalter weiter. „Wir sind zwar nach wie vor auf Investorenkapital angewiesen, allerdings haben wir mit über 800 unter Vertrag stehenden Lizenzgebern und mehr als 6.000 Stunden Footage online nun eine Größe erreicht, in der die Gewinnschwelle bald überschritten werden könnte”, sagt CEO Bleek. „Den Insolvenzantrag mussten wir jetzt aber stellen, weil uns zugesagte Investorengelder aus den USA plötzlich doch nicht ausbezahlt wurden.” Von dem jetzt eingeleiteten Insolvenzantragsverfahren erhofft sich der Vorstand, dass das Unternehmen mit den dem Insolvenzverfahren vorbehaltenen günstigen Restrukturierungsmöglichketen schnell auf Sanierungskurs gebracht wird.

Gute Ausgangslage zur Rettung des Unternehmens

Um der Krisensituation zu begegnen, hatte der Vorstand früh reagiert und bereits Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet. Allerdings genügte das nicht, um eine hinreichende Entlastung zu erreichen. „Was in dieser Situation nötig ist”, so der vorläufige Insolvenzverwalter Pohlmann, sei „neben insolvenzrechtlichen Sanierungsinstrumenten frisches Kapital, um das Geschäft dauerhaft in die Gewinnzone zu bringen”. Dabei sei es „erfreulich”, so Pohlmann, dass framepool frühzeitig Insolvenzantrag gestellt habe. So bleibe nun etwa Zeit, um alle Sanierungsmöglichkeiten auszuloten. Aufgrund des im Unternehmen vorhandenen Knowhows, der vorhandenen Kundenbeziehungen, hervorragender technischer Infrastruktur und der Marktstellung von framepool geht Pohlmann derzeit von guten Sanierungsaussichten aus. „In Betracht kommt eine Eigensanierung, aber auch eine übertragende Sanierung, etwa auf einen strategischen Investor”, sagt Pohlmann. Je nach Aufstellung des Investors könnten dabei auch Synergien genutzt und die Gewinnschwelle schneller erreicht werden.

Geschäftsbetrieb geht weiter

Der Betrieb von framepool geht nach einem gemeinsamen Entschluss des Vorstands und des vorläufigen Insolvenzverwalters bis auf weiteres vollumfänglich und mit der vorhandenen Mannschaft weiter. „Unsere Kunden können weiterhin auf unseren Service und unsere gewohnt ausgezeichnete Leistungsfähigkeit zählen”, bekräftigt CEO Bleek. Die Bundesagentur für Arbeit habe zudem die Vorfinanzierung des Insolvenzgelds bereits bis Ende Mai zugestimmt, so dass die Löhne und Gehälter der rund 20 Beschäftigten gesichert seien. „Anlässlich der Betriebsversammlung letzte Woche konnte ich mich davon überzeugen, dass die gesamte Belegschaft geschlossen hinter dem Vorstand und dem Betrieb steht”, sagt Pohlmann. „Die Mitarbeiter haben die Nachricht von der Insolvenz natürlich mit großer Betroffenheit aufgenommen. Es hat mich zugleich aber sehr gefreut, dass uns alle die Treue halten wollen”, ergänzt Bleek.

Jetzt gelte es neben der Aufrechterhaltung des Betriebs auch die Lizenzgeber davon zu überzeugen, framepool weiter die Treue zu halten. Denn wenn die Filmemacher und Videoproduzenten ihre Verträge mit framepool kündigen, kann framepool nur noch den vergleichsweise kleinen Eigenbestand an Clips und Filmen an Kunden weiter vertreiben. „Es gibt für die Lizenzgeber aber wirtschaftlich keinen Grund, die Verträge zu kündigen”, sagt Pohlmann. Denn seit Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung sei nunmehr ohnehin sichergestellt, dass die Lizenzgeber für Neulizensierungen auch tatsächlich ihr Geld bekommen. Und wenn framepool saniert wird, was nur gelingen könne, wenn die Lizenzgeber „an Bord bleiben”, dürften diese auch auf ihre Altforderungen eine deutlich bessere Quote erhalten. „Mit den meisten Filmemachern arbeiten wir schon seit vielen Jahren zusammen”, so Bleek, „die wollen uns weiter unterstützen, ebenso wie unsere Kunden”.